Freitag, 14. November 2014

Italiennachwirkung 1 - Pasta und Aceto

Diese Italienreise hat Spuren hinterlassen.

Getrieben und gejagt von den Geschmäckern frischer Pasta und tollem Essig. Und es gibt kein Genug. Was tun? Einfach! Ausleben - Nette Leute einladen und sie bekochen. Ist eine tolle Ausrede, den eigenen Gelüsten nachzukommen. Veranstaltet Gastmähler, liebe Leute!

Bevor es zur Pasta geht, gibt es ein Risotto, dass ich in einer der besuchten Unterkünfte (dem Agriturismo Opera02 - ein toller Ort by the way ... ) gleich zweimal hatte und jetzt einfach nachkochen muss. Ein einfaches Risotto auf ParmesanCreme mit einem fein reduzierten Aceto Balsamico.

Erster Gang: Risotto auf ParmesanCreme und reduziertem Balsamico
Der säuerliche Balsamico versteht sich ausgezeichnet mit dem opulenten Parmesan. Das einfache Risotto, nur mit Zwiebeln, Weißwein und Hühnerbrühe, führt alles zusammen. Dazu gibt es prickelnden Lambrusco (ein Produkt des Weinguts Opera02). Und einen zart bitteren Radicchio Salat mit Rote Beete, Schafskäse, Paranüssen und roten Schalotten.

der Salat zum Risotto
JETZT ist Zeit für Pasta.

Die frische Pasta vor Ort in der Emilia Romana motiviert ungemein selber mal wieder Nudeln zu machen. Wie vor Ort gelernt und gehört kann man eigentlich gar nicht genug Eier für den Pastateig verwenden. Ich bohre mein bisheriges Nudelrezept also auf und vereiere 16 Eigelb auf 1 Kilo Mehl und gebe dem Teig eine runde halbe Stunde knetende Handarbeit. (Hier das Rezept)

16 Eier und ein Kilo Mehl - in Erwartung dessen, was nun folgt.
Aus diesem Teig werden Tagliatelle und ne Ravioli.

Die Tagliatelle kommen mit einer Bolognese. Aber nicht irgendeiner. Einer Bolo vom Hirsch. 24 Stunden zart geschmort. Mit nur ganz wenigen Tomaten und viel Milch. Eine Wonne.

Zweiter Gang: Bolo vom Hirsch auf frischen Tagliatelle mit altem Parmesan, frisch gerieben
Die zweite Form der Nudel: Als einzelne Raviolo. Mit einem Dotter drin und Trüffel drauf. Achja - auch das gibt es als Rezept!

Dritter Gang: Raviolo mit Dotter, Pilzfüllung, Butter und schwarzem Trüffel aus dem Piemont
Danach ging es weiter mit einem Schweinefilet. Das ruhte rosa auf einer dicken PortweinSoße aus Austern- und Steinpilzen und hatte Gesellschaft von Kartöffelchen, Zuckererbsen und Gewürzblüten.

Vierter Gang: Entspanntes Schwein im Kreise guter Freunde. Alle verstehen sich prächtig!
Und zum Dessert geht es zurück zum Aceto Balsamico.

Es gibt ein RicottaEis mit 12 Jahre altem Aceto Balsamico nach Traditionale-Art getopt. Dazu ein BirnenGelee mit süßsaurer BalsamicoReduktion. Einen dunkeln Schokotrüffel. Einen Spekulatiustrüffel ... und noch ein paar Schokosauereien.

die hausgemachten Schokotrüffel
Alles zusammen auf dem Teller gestaltete sich dann so:

Fünfter Gang: RicottaEis, Balsamico, BirnenGelee, Schokotrüffel
Zu dem Dessert gab es eine Abart des EspressMartini - ohne Espresso, dafür mit VanilleSchnaps. Auch das kann man machen.

Schöner Abend. Tolle Leute. Und ein Tag voll meditativ-harmonischer Küchenwerkelei.

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