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Montag, 17. August 2020

Lucky 12_2: BIER


WANN:
Am DONNERSTAG, 24.09.2020, 19:00 Uhr


WO:

Im MEATINGRAUM - Gollierstr. 38 im Münchner Westend (etwas versteckt zwischen Café Gollier und Osteria Bianchi).

WAS:
Der zweite Termin der Serie "Das Glückliche Dutzend - Vol. 2" - und es wird festlich. Oktoberfestlich! In jedem anderen Jahr wär zu der Zeit Oktoberfest ... aber dieses Jahr ist eben alles anders. Also stricken wir uns unsere eigene kleine Wiesn und gönnen uns ein edelbieriges Gourmet-Dinner. So! Mit Bier! Und Bier!

Ozapft ist!

DAS MENÜ

Aperitif
Der Horst

#1
ObatzdnDeluxe mit Doppelbock, ErdäpflKas, HopfenRadieserl

#2
Biersüppchen mit Croutons und Käse

#3
LaugenKnödel auf Bierschwammerln mit Bratpilz

#4
Bayrische BergKäsPflanzerl, Bierzwiebelchen, KartoffelPü, BierSößchen

#5
WeißbierTiramisu und Bierbeeren

!ACHTUNG!
Letale Unverträglichkeiten und nicht mit Pillen in den Griff zu bekommende Allergien bitte bei der Anmeldung erwähnen!

Am Menü können sich aufgrund akuter Gründe Änderungen ergeben.

Dinner, begleitende Getränke und die boarische Atmo:  89 € 
(Anschlussdrinks nach dem Menü sind möglich, werden aber extra erfasst!)

Anmeldung unter: eat@meatingraum.de

Mittwoch, 6. Dezember 2017

SupperClub: Miso-Dinner



WANN:
Am Freitag, den 09.02.2018, 19:00 Uhr

WO:
Im MEATINGRAUM - Gollierstr. 38 im Münchner Westend (etwas versteckt zwischen Café Gollier und Ostera Bianchi)


WAS:
Es wird MISO!
Wir widmen uns der geheimnisvollen Aromenwelt von MISO, voller umami und zu Recht die DNA der japanischen Küche und gehen hierbei einen kreativen Schritt weiter.

Ulkigerweise und tatsächlich komplett zufällig beschreibt das Wort Misophonie den Hass auf Schmatz- und Schlürfgeräusche, also genau die Laute, die in Japan traditionell grade bei der Aufnahme von Suppen wonnevoll produziert werden. Und die Miso-Suppe, ist wohl das, was gemeinhin als erstes mit dem Wort MISO in Zusammenhang gebracht wird. Aber da gibt es noch viel viel mehr! Und genau da wollen wir an dem Abend hin!

Miso ... das ist ganz grob und in der Nussschale beschrieben eine japanische Würzpaste, die im wesentlichen aus Soja besteht und in einer Vielzahl von Farben und Variationen erscheint. Und mit diesen vielen Spielarten des Miso lassen sich Unmengen spannender Dinge anstellen.

Claudia Zaltenbach, Autorin des im Oktober erschienen Buchs „Miso – Rezepte, Kultur, Menschen“ und leidenschaftliche Foodbloggerin des kulinarischen Reiseblogs www.dinnerumacht.de wird an diesem Abend einiges zu Miso erzählen und wie das so ist, wenn man dafür zu den Miso Meistern nach Japan und Korea und in den Schwarzwald reist.

Gemeinsam haben wir folgendes Dinner ersonnen:

MENÜ

Aperitif und Snacks
SellerieTempura am Stick und MisoMayo zu Sparkling Sake

MisoClamChowder

AuberginenTryptichon

Rinderhüfte in RotweinMiso mit MiniSteckrübenOkonomiyaki

MisoEis mit SweetPotatoCandy und japanischem Zwetschgenröster


Zu den Gängen gibt es eine fein abgestimmt passende Weinbegleitung von Kathrin Kohl von 225Liter.de.
Das wird ein Fest für die Sinne und für viele eröffnet sich hier sicher eine wahrlich spannende Welt von neuen Aromen und bisher nicht gekannten Geschmackskombinationen.

Wär ich nicht eh kochend dabei, würde ich alleine schon wegen der MiniSteckrübenOkonomiyaki dabei sein wollen :-)!

Also: Misophobie ablegen und dabei sein!

Preis: 98€ inklusive Aperitif, Weinbegleitung und Wasser.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Ginflut VI - Around the World




Zum nun schon sechsten Mal branden die Fluten der Ginflut die Kaimauern des MEATINGRAUMs empor und es heißt: NACH MIR DIE GINFLUT!


WANN?
Am 28.10.2017 - um 19:00 Uhr

WO?
Im MEATINGRAUM - Gollierstr. 38 im Münchner Westend (etwas versteckt zwischen Café Gollier und Ostera Bianchi)


Nachdem die letzten beiden Ginsationen heimisch waren und Gins aus Schland zum Thema hatten, machen wir nun den Rahmen wieder auf und süffeln uns in 5 Gins einmal um die Welt. 


Menü und Drinks


Aperitif
Europa (Finnland)
Dark’n fin(n)ish  (Gin: Kyrö Napue)

1
Südamerika (Peru)
FruchtigBuntes Ceviche mit ParanussChiliCrumble und  Avocado
Drink: Piscoless Sour (Gin: Amazonian Company Gin)

2
Afrika (Südafrika)
Wild auf Chakalaka mit Pap
Drink: Kapstadt Killer (Gin: Whitley-Neill)

3: Asien (Japan)
NashiStrudel mit MAchaPannaCotta
Drink: Shibuya (Gin: Jinzu)

After Dinner Drink
Australien 
Tasmanian Alexander (Gin: Lark Tasmanian Godfather)

Begleitend, grundlagenbildend und aromaprofilergänzend gibt es zu den 5 Gins wieder ein MehrgängeMenü, bei welchem jeder gereichte Gang aus dem Land inspiriert wurde, aus welchem auch die korrespondierende Spirituose entgeisterte. Ein bisserl spannend muss es bleiben!

Die Drinks stammen wieder aus den geübten Fingern von Kollege Alex, dem Häuptling des Barfishs und seineszeichens Cocktailkoryphäe der Stufe 5 (mindestens!).

Die Weltreise in der Ginschale gibts zum geschmeidigen Kurzurlaubspreis von 89€.

Wenn es Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Vegetarismus gibt: Bitte bei der Reservierung ein entsprechendes BESCHEID dazu schreiben.

Apropos Reservierung - Reservieren bitte nur per Mail an: eat@meatingraum.de

Endlich macht die Welt einen Gin!

Freitag, 27. Januar 2017

Retroschmecktive: Ginflut 3 - Nachrufe

Die dritte Ginflut ist abgeebbt und sie hinterließ einen sehnsüchtigen Durst nach mehr. Mehr Gin. Mehr tolle Leute. Mehr ginseeliges Beisammensein. Und ... das sei gleich vorweg genommen. Die nächste Ginflut hat bereits einen Termin. Jawoll - Greifbar sie ist.

Aber zuvor werfen wir den obligatorischen Schmeck zurück auf den Gin, den die letzte Ginflut so hinterließ.

Das SubMotto war: "Nachrufe"

Die Idee: Wir setzen ausgewählten, just verschiedenen Ikonen ein Denkmal-Tryptichon bestehend aus einem GinTonic, einer Speise und einem würdigenden Text aus der Feder von KochKollegeKemmler, der mit seinen einfühlsam und sensibel-komischen Würdigungen gleichnamig ("Nachrufe") auf ausgewählten Bühnen unterwegs ist. Wer die Gelegenheit dazu hat: Anschauen und einen heiteren Abend voll schmeichelnd-schöner Melancholie genießen. Perfekt zur Jahreszeit passend!

2016 war für wegweisende und einflussreiche Künstler ein gefährliches Jahr, da wahrlich viele gingen. Schuld an dieser Welle der Jenseitsübertritte wahr Lemmy, der 2015 zur Weihnachtszeit, am 28. Dezember, das Dahinscheiden einleitete. Und wenn es den unzerstörbaren Alkminister Kilmister ins Jenseits ruft, einen Typ, der sich morgens mit einer Flasche Jack und einer Stahlbürste die Zähne putzt und dabei zur Zigarre gerne noch ein Kippchen raucht, dann folgen Schwächere logischerweise nach.

Wir begannen unsere Würdigungen mit dem Aperitif "Leia" und setzten darin Carrie Fischer ein kleines Denkmal, die am 27. Dezember 2016 mit gerade mal 60 den Weg zu Obi-Wan einschlug.

Der Gin: 
MOM - ein Spanier von González Byass, sanft, süß, voll und fruchtig, aufgegossen mit dem Goldberg Tonic und aufge-star-warst mit einem leuchtenden Eiswürfel. Möge die Macht mit dir sein, Carrie!

Danach ging es weiter mit dem ersten Gang: LEONARD
Am 7. November verklang das letzte Halleluja von Leonard Cohen. Unsere Würdigung war durchweg kanadisch.

Das Essen:
Poutine! Das kanadische Lieblingsfastfood besteht aus Pommes, Bratensoße und Käse. Ideal nach durchzechter Nacht oder vor 12 Stunden Waldarbeit.

Poutine für Fortgeschrittene
In unserer Variante kommen die Pommes als kleine getrüffelte Bratkartoffeln mit Emmentaler, getoppt mit einem kanadischen Wildlachs in AhornGlasur.

Der Gin:
UNGAVA, der gelbe Gin aus dem kanadischen Norden mit neben dem kanadischen Wacholder ungewöhnlichen Botanicals wie schwarzen Krähenbeeren, wilden Hagebutten, grönländischem Porst und Moltebeeren. Zu Leonard passend - ein Gin mit einem ganz eigenen Charakter, komplex, vielschichtig und harmonisch. Im Drink kombinieren wir den Ungava mit einem Schuß OrangeBitter, einem Eckerl Orange und gießen mit dem Fever-Tree Tonic auf. So long, Mr. Cohen!

kann man sich gut dran festhalten: Ungava Gin
Der zweite Gang: BUD
Am 27. Juni ging Bud. Carlo Pedersoli war nach meinem Dafürhalten einer der coolsten und beeindruckendsten Menschen überhaupt - nicht nur wegen seiner schier unglaublichen Vielseitigkeit (Schauspieler (was er selbst immer abstritt), Stuntman, Jurist, Politiker, Schwimmer und Wasserballspieler, Sänger, Komponist, Fabrikant, Drehbuchautor, Modedesigner, Erfinder, Musikproduzent, ...) sondern auch wegen seinem überaus entspannten Lebensmotto: "Futteténne!" (was soviel heißt wie "Scheiß drauf!"). Das Lebensmotto zeigte er grade und besonders bei seiner Schwimmerkarriere. Als der erste Italiener, der die 100 Meter Kraul unter einer Minute schwamm und der in den 50ern zweimal an den olympischen Spiel teilnahm, schaffte er es bis kurz vorm Startblock zu rauchen. Scheiß drauf! Das fordert eine Runde Extrawürdigung durch eine Zusatzportion Butter in der Polenta!

Das Essen:
Ein in Gin flammbierter Meatball ruht auf einer GinTomatenSoße an einer Polenta mit ExtraButter und einem Schuss Gin. Dafür gibt es etwas mehr Parmesan dazu.

Bud on a plate!
Der Gin:
Natürlich ein italienischer Gin, der unseren Hang zu schlechten Wortspielen im Namen trägt: BIG GINO. Dieser in kleinen Mengen destillierte Gin von Roby Marton ist schön weich und mild und spielt unglaublich gerne mit anderen Aromen. Mit dem Salbeiblatt und dem Mediterranean Tonic von Fever-Tree fängt er so gleich an um den Meatball herum zu tanzen und unflätige Lieder zu singen. Scheiß drauf! Cin cin, Signore Pedersoli!

Big Gino würdigt Big Bud!
Der dritte Gang: LEMMY & DAVID

Ich stelle mir manchmal vor, wie Lemmy und David, der Lemmy am 10. Januar 2016 folgte, gemeinsam mit ihren Lieblingsdrinks auf einer Wolke hocken, die Beine baumeln lassen, nach unten schauen und den Kopf schütteln bei dem vielen unnötigen Quatsch, den sie da sehen. Dann kommt Harald Juhnke vorbei und sagt: "Glück ist, leicht einen sitzen zu haben und keine Termine!" Die beiden nicken, Harald setzt sich dazu und die drei ordern an der Himmelsbar den nächsten Drink.

Das Essen:
Lemmy ist Pate für das Essen und da lösen wir uns vom Gin Tonic und bauen das LemmyLebenselexier ein: JackiCola. In der sensationellen Lemmy-Doku berichtet James Hetfield von Metallica, dass bei einem Backstage Besuch Lemmy fragte, was die Besucher trinken wollten, die Frage dann selbst mit "JackiCola" beantwortete und jeder bekam eine große Flasche Jack und eine kleine Dose Cola in die Hand. Rock'n'Roll, Baby!
Es gab 20 Stunden geschmortes Pulled Pork in WhiskyBBQMarinade, Bacon in ColaGlasur und SüßkartoffelPü mit einem guten Schuss Bourbon. Entspannt serviert im Buffet-Stil und so schnell verputzt, dass es das Gericht nicht aufs Foto schaffte.

Der Gin:
Für Sir David wurde es klassisch britisch. Der Barber's Gin ist optimiert auf Gin&Tonic. Nur wenige Botanicals machen ihn zu einem schön straighten und sehr Tonic-affinen Gin: Wacholder, Koriander, Thymian und Angelikawurzel. That's it. Wir gießen klassisch auf mit einem Schweppes Extra Dry Tonic und kickern ebenso klassisch mit Limettenspalte. Wir prosten euch zu auf eurer Wolke! Cheers, mates!

Der Barber's Gin im Kreise seiner Kollegen des Abends.
Das Dessert: PRINCE, SYMBOL, TAFKAP
Und alle drei kommen zusammen in einer Ginflut aus purpurnem Regen. PurpleRain³. Damit würdigen wir Mr. Prince Rogers Nelson, der am 21. April die Little Red Corvette ins Jenseits bestieg.

You don't have to be rich to enjoy that!
Das Essen und der Gin:
Auf dem Teller haben wir eine Schnitte vom NewYorkCheesecake mit einer Glasur aus violetter Süßkartoffel und BlueBerries. Dazu gibt es einen BrombeerJoghurtEspuma und ein BlaubeerFruchtPü. Der Gin dazu ist der nagelneue ILLUSIONIST aus der Klenzestraße in München. Knall-LilaBlau im puren Zustand chamäleont er sich mit Tonic zu über PurPur zu Rosa. Wir tonicen mit dem ElderFlower von Thomas Henry und geben noch ein paar Blaubeeren dazu. Und sagen: Always Purple, Mr. Nelson!

Neben den textlichen Würdigungen von Herrn Kemmler würdigten wir weiter beim begleitenden Soundtrack!



Wahrlich würdig, kuschlig melancholisch und schön die Seele balsamierend. Danke an all die Gäste, die dieser kerzigen Stimmung so schön zuträglich waren.

Ich hoffe, wir sehen uns alle am 11.03. um 19:00 Uhr im MEATINGRAUM wieder, wenn es das nächste mal heißt NACH MIR DIE GINFLUT - näheres HIER - oder einfach gleich zusagen per Mail.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Retroschmecktive: WeihBurtstagsparty

Mei, was soll man sagen ... wenn Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag fallen, dann kann es ja nur überirdisch werden. Wurde es auch. Es war sakralkulinarisch, kulturlecker und sphärisch-komisch. Ein wunderbarer Abend. Voll von Futter und Darbietungen von umwerfend talentierten Gästen. Das. War. Schön. Um da eins draufzusetzen müssen wir nächstes Jahr noch mindestens Ostern mit dazu nehmen.

Aber schmecken wir doch mal kurz zurück zum 19.12. im schon lange vergangenen Jahr 2016.

WeihBurtstag ... genau ... der MEATINGRAUM feierte feierlich seinen ersten Geburtstag (der ist am 1. November) ... und weil er die Feier aufgrund von Gründen in die festliche Weihnachtszeit legte, war es nur naheliegend, Weihnachten gleich noch festivitär miteinzufeiern. Und wenn man sich selber feiert, dann darf es auch mal ein bisserl üppiger sein, dachten wir und freuten uns deshalb auch schon lange vor auf dieses Festival mit Family & Friends.

Kulinarisch wollten wir nicht nur lecker sein, sondern auch die breite Peitsche der Gastrosophie knallen lassen - und so stellten wir das Dinner unter das Motto "The Circle of Life" ... was ja bei einer so aufgeladenen und genau eh doppelten Geburtstagsfeier ja fast schon das Allermindeste ist. Und dazu ergab es sich auch noch schicksalsfügig, dass sensationelle Gäste Darbietungen brachten, was die ganze Geschichte wahrlich zu einem kunterbunten Zirkus an Emotion und Gaumenfreude werden ließ. Achja!

Wir begannen das Dinner mit der GEBURT.

Auf diese stießen wir zunächst mit einem guten Schluck aus einer Jeroboam (das ist die kleine 3 Liter-Flasche) Champagner (ein Blanc de Blanc von Robert Moncuit) an.

Was passt zur Geburt besser als ein Ei? Und da das OnsenEi ja eine Art MEATINGRAUM-Signiture-Dish ist, bauten wir eben selbem ein Nest aus sautierten Pilzen und Ghee-geschwenktem BabySpinat. Und dazu dann noch 2 Wachtelkeulchen. Und Trüffel.

Das Nest
Herr Kemmler beim Hobeln ... (höhö)

Nach dem kleinen gschmackigen Auftakt hab es die erste kulturelle Einlassung von Herrn Kemmler selbst, der melvillesk dem großen Fisch der Literatur ganz neue Aspekte einharpunierte.

Herr Kemmler (performend), Publikum (lauschend)
Danach extrahierten wir den Korken aus der stilvollen Doppelmagnum Mele Kalikimaka von Markus Schneider aus der Pfalz. Ein bombiger Rotwein, prall gefüllt mit den Aromen reifer roter Beeren, dazu etwas Schoko, Tabak und Anklänge weihnachtlicher Gewürze. Ein Füllhorn voller Sinnesfreude.

Nach getaner Arbeit - der Rotwein im Gespräch mit dem Champagner bei der Analyse des Abends. Fazit: Kann man so machen. Danke, Jungs!
Der Hauptgang: Das GANSE Leben!

Ja. Was für ein Wortspiel. Hammer. Aber Sie wissen ja, wie das ist, wenn man schlechte Wortspiele nicht raus lässt. Das gibt Blähungen, Mundgeruch und Migräne. Musste also aus gesundheitlichen Gründen sein ... sorry.

Beim Gänsegang wurden wir noch eine Subtexttiefe philosophischer. Denn im gansen Leben läuft ja nicht nur bei der Gans nicht immer alles so, wie geplant oder erwartet. Ständig passieren Dinge, die keine Gans je erwartet hätte und damit muss man dann auch irgendwie klar kommen. Wir lassen das Gericht erscheinen, wie ein klassisches deutsches Gänsegericht, verabschieden uns aber würztechnisch komplett von der Klassik. Die Gans marinieren wir koreanisch, in einer koreanischen BBQ-Sauce, gemischt mit Knoblauch, Soya- und Austernsauce und lassen sie bei kleiner Hitze im Ofen schmoren. Dazu gibt es ein mit Sake veredeltes rotes SüßkartoffelPü, ebenfalls leicht asiatisch angeschlagenes Blaukraut und ein EdamameGemüse. Jam!

Das Ganse Leben
So gestärkt ist Zeit für Musik. Und wie es der geplante Zufall wollte, war Christoph Theussl da und hatte seine Gitarre dabei, aus welcher er sodann auch Moritaten ("Die Moritat der zwei frittierten Katzen" ... wunderschön) und den Gassenhauer "Fleisch ist geil" erklingen ließ. Danke, Christoph!

Herr Theussl moritiert zu Katzen, Fleisch und Bienen.
Und es endet so, wie alles endet. Und es endet mit dem TOD als Dessert.
Der Tod kommt in Form eines PannaCottaSchädels auf einem SchokoCrumbleGrab und wird begleitet von einem Rosenmuskateller aus der Weinschmiede der österreichischen Süßweinspezialisten Kracher. Morbide und lecker.

Der Tod kommt süß!

Und damit war es das aber ja noch lange nicht. Ist ja schließlich WeihBurtstag. Nach dem Dessert gibt es noch ein weiteres Schmankerl und Schmankerl ist da fast schon ein kultureller Lapsus angesichts des da Dargebotenen. Der Kulturnachtisch wird serviert von Lisa Eckhart, die den Faust neu belebt. Hausaufgabe: Alles von Lisa Eckhart anschauen was das Youtubedinge her gibt und unbedingt hingehen, wenn es sie das nächste mal live zu sehen gibt.

Frau Eckhart, schon zum zweiten Mal im MEATINGRAUM, ohne Kafka, dafür umso mehr Goethe.
Wie wir alle wissen, ist es nach dem Tod nicht vorbei. Nach dem Tod kommt der Käse!

Es ist erst Schluss, wenn die dicke Frau gesungen hat und der Käse aufgegessen ist.
Und zum Käse gab es dann noch eine überraschende Würdigung vom PoetrySlammer Markus Berg, die den beiden MEATINGRAUM-Mützen Sven und Marc durchaus ein Tränchen der Rührung ins Knopfloch schießen ließ. Wir verneigen uns!

Zum Glück gabs von Stefan noch ein Schluckerl Whisky als Mitbringsel - Danke, Herr Heptner!

Wenn einem so viel Gutes wiederfährt ...
Schee wars rundum! 

Wir freuen uns auf jede Menge weiterer spannender Abende mit euch im MEATINGRAUM im Jahre 2017!

Und besonders spannend wird es ganz sicher bei unsere Abend im Bunker - "Yes we CAN" - ein Ernstfallsimulationsabend bei Kerzenschein mit Dosendelikatessen, selbst Eingewecktem und Leckereien vom Gaskocher. Am 28.01.2017 um 19:00 Uhr - Weitere Infos: HIER!

Donnerstag, 18. August 2016

Retroschmecktive: Oh!Bergine!

Gestern war VeganWednesday im MEATINGRAUM mit dem saisonalen Thema: Aubergine!

Die Idee des VeganWednesday (immer am dritten Mittwoch im Monat) ist für uns, sich von der omnivoren Zutatenfreiheit zu lösen und sich klare Grenzen zu setzen. Das ist gut für die Kreativität. Outside the box und so. Außerdem sind wir ja prinzipiell und generell für einen reflektierten und vernünftigen Konsum, also per se gegen Massenproduktion - und da erweitert die Beschäftigung mit veganer Küche schlichtweg das Handwerkszeug - und wir featuren dabei immer Gemüse und Obst der Saison.

Hätte ich im Vorfeld gar nicht so erwartet, dass sich an der Aubergine so die Geister scheiden und es da draußen in der Welt so viel Ich-mag-keine-Auberginen-Menschen gibt und das auch und gerade unter Vegetariern und Veganern. Man könnte fast sagen: Was dem Fleischesser die Innerei ist dem Pflanzenesser die Aubergine.

Icke jedenfalls bin rundum Auberginist und mag das Gemüse in seiner vielfältigen Ganzheit. Wobei ich die Aubergophobiker und -skeptiker schon auch verstehe. Geht man mit der Eierpflanze falsch um, kann man da schwer zu mögende Fettlappen, bittere Zähigkeiten und furztrockene Kauherausforderungen zammdilettieren, ganz nach Art des individuell-auberginellen Versagens.

Behandelt man die Melanzani aber richtig, dann ist sie eine Königin unter den Gemüsen, vielfältig, variantenreich, überraschend und schmackofatz. Ich hoffe, dem Herrn Kemmler und mir sind in dieser Runde des veganen Mittwochs entsprechend leckere Kreationen geglückt. Wir hatten jedenfalls einen wundervollen Abend, besonders und auch wegen den großartigen Gästen, darunter viele Erstkostgänger, die im Angesicht der Eggplant im MEATINGRAUM premierten.

Schaumer doch mal kurz rein, was es so gab.

MEATINGRAUM - Kulturinarik und Gastrosophie
Alles Aubergine - Multiple Auberginismen
Wir starten mit einem BrombeerGinTonic, um den Gaumen zu lockern und den Kiefer zu entspannen. Die Brombeere gilt ja in Fachkreisen völlig zu recht als die Aubergine unter dem Obst und das stellt sie durch ihre Farbe auch ungefragt unter Beweis. Zudem ist dieses Getränk, grade im Zuge der allgemeinen Klimaerwärmung, ein Akt der bewussten Malariaprophylaxe. Biddeschön!

Zum Aperitif winken wir einen kleinen Gruß aus der Küche, nämlich diesen hier:

Krosstini (besonders kross) mit AuberginenKaviar, umwerfenden Zwiebeln und AuberginenChip
So vorgestärkt sind wir nun bereit für den ersten Gang. 

Der Imam trifft seinen japanischen Kumpel. Und Bohnen.

Ein Klassiker der türkischen Küche heißt Imam Bayildi (= Der Imam fiel in Ohnmacht). Dabei handelt es sich um eine sehr leckere gefüllte und überbackene Aubergine mit jeder Menge Gemüse und einem Hektoliter bestem Olivenöl. Seinen Namen hat das Gericht wohl daher, dass der Imam, der dieses Gericht probierte vor Verzückung (Überfressung?) umkippte. Verständlich, denn es ist wirklich ein Papillentango, der da abgetanzt wird.

Der japanische Kumpel orientiert sich an einem japanischen Rezept für süße Knoblauch Auberginen. Das Rezept wird sicher auch noch seinen Weg in ein Video finden - da aber grade zu den japanischen Auberginen sehr lauter Esserjubel durch die MEATINGRAUM-Hallen brandete, folgt nun in aller Kürze das Rezept in schnell!

Zutaten (für 2 bis 4 Personen)

2 große Auberginen
2 Knoblauchzehen (für Freunde der gesunden Knolle auch gerne 4)
4 EL Zucker
Helle Sojasoße
Helle Misopaste
Sake
weißer Sesam
1 weiße Zwiebel
Sesamöl, Olivenöl, Ghee (wenn es nicht vegan sein muss)
Salz

So geht's
  • Aubergine mit Sparschäler schälen und in gleichmäßige Quadrate schneiden (ca. 1,5 cm Kantenlänge)
  • 1 El Misopaste mit ca. 100 ml Sake vermischen und die Auberginen damit marinieren
  • 1 Tl Sesamöl mit 1 EL Ghee (wenn es nicht vegan sein muss - sonst Olivenöl) in die Pfanne und 2 El Zucker dazu geben. Zucker schmelzen lassen
  • Auberginen dazu und einmal durch den Zucker schwenken
  • mit mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anziehen lassen
  • Knoblauch, 2 EL Sojasoße und Zwiebeln dazu
  • Bei mittlerer Hitze weitere 10 Minuten garen
  • 2 EL Sesam und einen weiteren EL Zucker dazu, schwenken und weiter garen bis die Flüssigkeit in der Pfanne weg ist. Die Auberginen sind dann außen leicht gebräunt und innen schön weich (ca. weitere 15 Minuten).
  • Evtl. mit Salz und etwas Zucker abschmecken.
Unsere Version der Imam-umhauenden Auberginen
Im Uhrzeigersinn beginnend unten Links: Japan, Imam, Bohnen
Dazu trinken wir die ambitionierte WeißweinCuvée Kopfstand vom Bioweingut Lorenz. Passt wunderbar zu dem was auf dem Teller passiert. Viel Frucht und dazu eine frische, aber verhaltene Säure, die trotzdem die Opulenz der Speisen gut im Griff hat.

Es geht fernöstlich weiter im zweiten Gang.

AuberginenCurry an schwarzem Reis

Nicht weniger als 4 Sorten Auberginen tummeln sich in diesem ThaiCurry. Kleine gelbe und weiße, Erbsen-Auberginen ... und andere kleine Auberginen. Dazu noch ein bisserl Fenchel und einen schönen Bäng Chili. Dazu ein schön nussiger Reis.

AubeiThaiThai mit scharf und Kräutern
Dazu  gibt es die rote Cuvée aus Zweigelt und Blaufränkisch aus dem Offspring-Label von Lisa Pfneisl. Viel beerige Frucht und eine schöne Säure begleiten flankierend den nussigen Reis und hüpfen um die CurryCremigkeit. Das macht Spaß. 

Nahtlos gehen wir in Sachen Wein weiter zu dem wirklich hervorragenden reinsortigen Merlot, ebenfalls aus der Pfneislschen Offspring-Kollektion. Tief dunkel und fast ein bisserl interhältig dreckig im Aroma kommt diese Wucht im Mundraum an und wird über den ganzen Abend noch besser. Bordeauxesk nahezu, aber mit einem erdig-eigenen Stil. Sehr schön.

Übrigens: Mit Lisa Pfneisl gibt es im Oktober einen Meæt-the-Maker-Abend - Alles weitere und Anmeldung - HIER!

Gruppenbild der Begleitgetränke

Das Dessert huldigt ebenfalls der Aubergine. 

Oh du süße Eierfrucht

Dass Aubergine auch süß gehen kann habe ich vor Jahren in irgendeiner frühen Folge von Jamie Oliver gesehen. Der hat dort Ricotta mit Schokolade und getrockneten und kandierten Früchten gemischt, damit gedämpfte Auberginen gefüllt und das mit Schoko überzogen und behauptet, es wäre sizilianisch. Das wollte ich seitdem gesehen mal ausprobieren. Ideale Gelegenheit also. Ricotta wird ersetzt mit einem säuerlichen TofuQuark (überraschend gut!). Die Füllung mit den Schokostückchen hat was interessant stracciatella-artiges. In der Schokocreme ist ein Eimer Schüßchen Grappa.

Gekrönt wird das Ganze dann mit einem leichten KokosSchaum.

Und ... ja ... lecker! Mmmmh!

Eingetasste Dessert-Aubergine
Und mit dem traditionellen Nussschnaps geht es dann dem Ende zu.

Ein toller Abend mit tollen Leuten und wahrlich wertvollen menschlichen Neuentdeckungen. Hoffentlich kommt ihr bald wieder!

Der nächste VeganWednesday steht unter dem Motto "Krasse Kräuter" und ist am 21.09.2016 um 19:00 - NOCH gibt es ein paar freie Plätze!



Montag, 25. Juli 2016

Retroschmecktive: Beautiful Bubbles

Beautiful Bubbles - das war die erste Zusammenarbeit des MEATINGRAUMs mit dem Champagner-Experten Michael Eder und Nicola Neumann von der Champagne Characters Boutique & Tagesbar. Die Hütte war voll von Champagnerfreunden und wir hatten den Eindruck: Schöner Abend war das! Premieren haben ja immer ein gewisses Risiko - danke also an die experimentierfreudigen Gäste.



Wir hatten uns ein ambitioniertes Programm vorgenommen: Ein viergängiges Menü mit einem zart französischen Anstrich - und zu jedem Gang gibt es einen Flight mit 2 Champagners zum gegeneinander süffeln um die unterschiedlichen Charaktere dieses wunderbaren Getränks heraus zu kitzeln.

der schnell wachsende Flaschenberg
Gleich der Aperitif trifft: Robert Moncuit Blanc de Blancs Brut Magnum.
Eine Brause, bei der man gar nicht anders kann als zu grinsen. Die feine Säure und die zarte Perlage zupfen neckisch von innen an den Grübchen und induzieren umgehend gute Laune. Um dazu auch etwas Grundlage zu schaffen, gibt es zum Baguette eine Hausgemachte Salzbutter mit schwarzem Hawaii-Salz und einen Frischkäse-Dip mit Räucherfisch und Kräutern.

DER ERSTE GANG: AvocadoChampagnerSüppchen mit Garnele

Die kalte Suppe war angesetzt mit gerösteter gelber Paprika, viel Gemüse und logischerweise Avocados. Grade die Paprika brachte einen Twist rein, an welchem sich die Geister schieden. Zusammen mit den Champagners kamen Bitternoten heraus - das fanden manche lecker und spannend, andere schwierig und störend. Klassiker aus der Rubrik "Geschmackssache" - nicht hingegen zu diskutieren ist hier die Deutlichkeit der Wechselwirkung zwischen Essen und begleitendem Getränk - es wird ganz klar: Es ist eben nicht wurscht, was man zum Essen im Glas hat und das Pairing zwischen Essen und Begleitgetränk kann einem Gang ganz neue Dimensionen geben.



Die Beautiful Bubbles in der ersten Runde:

Doyard Cuvée Vendemiaire Brut
100% Chardonnay, leicht rauchig mit viel reifem Obst, langer Nachhall - subjektive betrachtet aus meiner Sicht der Gewinner zu dem Gang, da sich der Rauch mit der Paprika gut versteht, sich dabei aber etwas mit der Avocado anlegt. Aber sie einigen sich dann doch friedlich.

Piollot Colas Robin (Pinot Blanc)
100% Pinot Blanc, zarte gelbe Frucht (ist es Pfirsich?), elegant und frisch, feine Gewürze - und gerade die feinen Gewürze kommen mit dem Paprika nicht so richtig klar. Interessante aber schwierige Kombination.

DER ZWEITE GANG: Champagen with the Bird

Schampanninger zum Vogel. Genau so verlangt es Miss Sophie in dem legendären Dinner for One. Und das zu recht, denn gerade zu dem im Film gereichten Brathuhn ist ein Champagner eine smarte Wahl. Die Säure "schneidet" durch das Fett des Gerichts, legt dabei wieder die Geschmacksnerven frei und steigert so die wahrgenommene Aromenvielfalt.

Unser Vogel kommt in Form eines Wachtelkeulchens. Dazu gibt es sahnige Belugalinsen, gebratene Chorizo, Karamellsenf und einen Senfschaum.

Die Wachtelkeulchen chillen vor ihrem Einsatz auf dem Teller
Das ganze Arrangement des zweiten Gangs
Die Beautiful Bubbles bei Gang Zwo:

Vilmart Grand Cellier d'Or 2007 Magnum
Gereifter Wein von alten Reben. Das kann ja nur gut sein. Ist es auch. Elegant und eine schier unendliche Geschmackstiefe. Das Holz schmiegt sich an die cremigen Linsen und passt hervorragend zum Fleisch.

JM Seleque Solistes 100% Meunier
Ein Triple-Single: Eine Traube (Pinot Meunier), eine Lage, ein Jahrgang - allein das ist schon etwas exzentrisch - aber bitte, warum ist man ein Champagner, wenn man nicht ein bisserl exzentrisch sein darf? Ein Terroir-Champagner, frisch, anders, komplexe Geschichte.

DER DRITTE GANG: Lamm a la James Bond

Hierbei haben wir uns an dem einzigen wirklichen Menü orientiert, das der Commander in all den Bondromanen bestellt. Sonst mümmelt er ja nur zickig an Kaviar rum - nur in Moonraker (also im Buch) isst der Mann mal richtig und bestellt Lamm, Kartoffeln und Spargel. Den Spargel ersetzen wir saisonbedingt durch wilden Brokkoli und in der Bernaise ersetzen wir den Estragon durch Petersilie. James Bond trinkt hierzu einen 1946er Dom Perignon, den er vom fähigen Mundschenk empfohlen bekommt.

(Mehr zum kulinarischen James Bond gibt es übrigens in der RETROSCHMECKTIVE ZU UNSEREM BOND-ABEND - nächster James Bond Abend ist am 05.10.2016 ... kleine Zwischenwerbung.)

 
Die Beautiful Bubbles zum dritten Gang:

Tarlant Cuvée Louis (98/97/96) Magnum 
Das ist die Oberliga, definitiv. Lange gereift. Sehr elegant in jeder Beziehung. Eine Idee von Sherry. Brioche und Vanille. Getrocknetes Obst lässt sich finden. Eine Aromenwucht! Und eine Sensation zum Lamm.

Eric Rodez Cuvee des Grands Vintages
Mineralisch, subtil, fein. Zart blubberndes Understatement. Eine hochinterssante Cuvée aus Chardonnay und Pinot Noir. Er kommt sehr gut mit der Petersilie in der Bernaise zurecht.

UND DAS DESSERT: ErdbeerTrifle

Das Trifle ist ja ein Klassiker und beschreibt im Wesentlichen ein im Glas geschichtetes Dessert, das aus 3 Komponenten besteht und diese müssen sein: cremig, knusprig und obstig.

Die Basis dieses Trifles ist ein Biscuit, der mit Erdbeersaft und Champagner getränkt wurde. Darauf eine PannaCotta mit weißer Schokolade und Macadamia, darauf in Champagner marinierte Erdbeeren (amerikanische Erdbeerforscher haben unlängst herausgefunden, dass die Kombination aus Champagner und Erdbeeren DIREKT aus dem Paradies kommt!) und drauf ein Crumble aus Amarettini. So lecker, dass es fast schon ein bisserl was Obszönes hat.

Die Dreifaltigkeit unter den Desserts: Das Trifle

Die Beautiful Bubbles zum Dessert:

Dosnon Rosé
Oh je, was ein Rosé. Jetzt mag ich Rosé ja eh, aber hey ... so schee isses dann doch selten mit dem rosa Schampus. Er besteht zu fast 100% aus Pinot Noir mit ein wenig Meunier dabei. Beim Trumpf-Quartett der roten Früchte sahnt er mit Kirsche, Walderdbeere, Himbeere und reifer Pflaume voll ab. Keine Sekunde wirkt er wie ein parfümierter Obstkompott, sondern bleibt immer elegant. Eine wunderbare Verbindung zum Dessert.

Wer jetzt denkt: Boah ey! Ich hab gar keinen Champagner im Haus, der stellt damit einen direkt stillbaren Missstand fest, denn fast alle der edlen Tropfen gibt es bei Nicola Neumann in der Champagne Characters Boutique & Tagesbar. Also nichts wie hin und den Champagner-Notstand umgehend beseitigen!

Einen riesigen Spaß hat das gemacht - wir denken bereits über eine nächste Runde im November nach - so als kleiner Vorab-Luxus, bevor es dann in die Weihnachtszeit geht. Champagner ist ja auch ein supi Weihnachtsgeschenk ...

SERIE: Meæt the Maker

Die geplante Serie “Meæt the Maker” kommt in Schwung. Hurra!


Die Idee ist denkbar einfach: Beim “Meæt the Maker”-Abend haben wir einen Winzer als Gast im MEATINGRAUM, der sich, sein Weingut und seine Weine vorstellt. Zu den Weinen gibt es dann ein gemeinsam abgestimmtes Menü.

Insbesondere interessieren uns hier Winzer und Winzerinnen, die mit viel Herz, Hand, Mut, Idealismus, Sachverstand und ein bisserl gesunder Sturheit ihren eigenen Weg gehen. Wir freuen uns dabei sowohl über gute Klassik im Glas aber auch über spontan Vergorenes, Orange Wines und Gärexperimente. Spannend soll es sein.

Unseren Auftakt zu der “Meæt the Maker”-Serien hatten wir bereits am 5. Juli zusammen mit dem Pfälzer Weingut Nägele. Ein Abend, der sowohl uns, als auch Ralf Bonnet vom Weingut so viel Freude machte, dass wir bereits an der Planung eines Wiederholungstermins sind (aktuelle Planung sagt: 28.1o. ... bei Interesse gerne schon mal winken). Wie das war, das kann man HIER nachlesen.

Als nächstes steht auf dem Plan

Markus Meier hat mit seinem Riesling grade den ersten Platz beim diesjährigen "Best of Riesling" abgeräumt - Neben dem Weltmeisterwein gibt es einen sauberen Querschnitt durch das vielfältige, teils schräge, gern überraschende und nie langweilige Programm - Alle weiteren Infos gibt es HIER.

Alexander Zöller stammt aus Salzburg, folgte aber seiner inneren Stimme ins Kremstal und macht dort nun auf 7 ha Bioweine. Er setzt auf lange Gärung und Zeit. Viel Zeit. Das Ergebnis sind wirklich hervorragende und ungewöhnliche Weine und das gerne bei Trauben, die man meint zu kennen - Spannung im Glas! Alle weiteren Infos gibt es HIER.

In Vorbereitung

Am 27.08. - 19:00 Uhr - Meæt the Maker mit Martin Obenaus. Der Termin steht - wie feilen noch am Programm und am Menü. Denn in unserem Kopf hat sich die irre Idee geformt, ein Wein- mit einem Whiskypairing zu verbinden. Wenn sich der Nebel hinter der Stirn gelichtet hat, dann folgen weitere Details - es wird in jedem Falle grenzgängerisch spannend!

Am 22.10. planen wir einen Event mit Lisa Pfneisl, die mit ihren Offspring-Weinen ein Statement der jungen Generation von Weinmakern gesetzt hat. Das Datum steht - Uhrzeit und Stilistik der Veranstaltung schnitzen wir gerade aus dem großen Holz der Möglichkeiten.

... to be continued

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Donnerstag, 14. Juli 2016

Retroschmecktive: Le Petite Luxe

Der zweite Mittwoch im Monat ist BelohnungsMittwoch!

Der zweite Mittwoch markiert ja zumeist die Monatsmitte und da ist es an der Zeit, sich mal was zu gönnen. Einen kleinen kulinarischen Luxus für zwischendurch. Eine Belohnung für die ersten beiden Monatswochen und einen Energieschub für die verbleibenden. Und das in kleiner netter Runde im MEATINGRAUM. Zwischenhedonismus. Amerikanische Forscher haben beim Baden herausgefunden, dass aktives Sichgönnenkönnen das Leben bis zu 7 Jahren verlängern kann. Eventuell sogar mehr. Oder weniger ... wenn man es übertreibt. Da waren sich die Forscher nicht einig ... 

Bei »Le petit luxe« gibt es ein zart dekadentes 3-Gänge-Menü, inspiriert aus der französischen Klassik. Selbstredend beginnen wir stilecht mit einem Aperitif, reichen zu jedem Gang das passende Getränk und beschließen mit einem Digestif.

Warum französisch. Ich war vor kurzem in Paris und bin eingetaucht in die Welt der Brasserien und Bistros und dachte: Der Ruf von Frankreich als Geburtsort der Hochküche hat einen Grund. Und der liegt gar nicht zwingend in sackteuren Sternerestaurants, sondern grade in graden Gerichten im Bistro. Jedes Mal ein kleiner Luxus für Zwischendurch. Und das hat die Motivation gebracht einmal im Monat mit französischen Klassikern zu jounglieren.

Der Auftakt hat schon großen Spaß gemacht - meinen Dank an die aufgeschlossenen und kompetenten Esser, denen es durch Ihre wirklich grandiose Leistung beim Tellerleeressen zu verdanken ist, dass morgen das Wetter wieder gut wird! Merci!

Als ein Zeichen der grade in den aktuellen Zeiten so dringend nötigen Völkerverständigung und als fettes JA zu Europa, gibt es zu den französisch inspirierten Gerichten deutsche und österreichische Weine. 

Zum Aperitif, dem Rosé-Sekt aus dem Hause Nägele, gab es eine Franzackenstange (also ein Baguette ... entschuldigung ...) und  dazu einen Lachsschaum und Steinpilzbutter. Das groovte schon mal ganz gut ein.

Der erste Gang

Die Idee dazu hatte ich in Paris im Café des Deux Moulins in Montmartre, das ist der Laden, in dem Amélie gekellnert hat - und auf dem Klo ist ein bescheidener Schrein mit Filmdevotionalien. Dort aß ich ein Gericht mit sahnigen Belugalinsen ... großartig. So also hier: Belugalinsen al dente mit Sahne und Mascarpone, Senfschaum, gebratene Jakobsmuschel und ein FeigenKaramellSenf als kleines Topping.

Schäumsche
Der wahre Jakob.
Dazu kam ins Glas der weiße OFFSPRING von Lisa Pfneisl, eine Cuvée aus Grünem Veltliner und Sauvignon Blanc. Die schöne Würzigkeit mit etwas weißem Pfeffer passt wunderbar die frische Säure knackt durch die Sahnigkeit, das reife Obst baut eine schöne Mitte. Gericht und Wein verstehen sich.

Stylo um und in der Flasche
Der zweite Gang

Die Cassoulet ist ein Klassiker der südfranzösischen Küche. In seiner natürlichen Form handelt es sich dabei um einen mächtigenmächtigenmächtigen Eintopf aus weißen Bohnen, Speck, Fleisch, Würsten, gerne Lamm und noch gerner Ente oder Gans. Dazu Kräuter und Knoblauch und sehr viel Zeit. Die ideale Mahlzeit, wenn man den ganzen Tag Bäume mit der Hand gefällt hat.

Bei uns gibt es eine Dekonstruktion - Gleiche Elemente, andere Darreichungsform:

  • Getrüffeltes BohnenPü
  • Leichtes Paprika-Bohnen-Gemüse
  • Eine kleine Tarte mit Confit de Canard
  • Zweierlei von französischer Wurst
  • Kräuter-Zitronen-Öl

Dekonstruktivismus der leckeren Art
Dazu ins Glas kommt wieder ein Nägele - der Chronos. In dieser stattlichen Rotwein-Cuvée wuchten Merlot und Cabernet Sauvignon geschmeidige 14% Alkohol zusammen und bringen einen Wein hervor, der sich mit einem klassischen Bordeaux durchaus messen kann. Passt schön zum Gericht und das Barrique des Weins macht Armdrücken mit den Aromen auf dem Teller. Unentschieden.

Der dritte Gang

Unbedingt zur leckeren französischen Alltagsküche gehört die Creperie mit ihren unendlichen Varianten des Pfannkuchens. Ein Klassiker dabei: Galette. Eigentlich aus Buchweizenmehl, etwas dicker und oft reichhaltig und deftig gefüllt.

Diese Variante ist etwas leichter. Der Teig aus einer Mixtur aus Wiener Griessler und japanischem Tempura-Mehl. Gefüllt mit Ziegenkäse und einem Birnen-Chilikompott, mit Ziegenkäse gratiniert. Dazu ein Salat aus Williams-Birne und japansicher Nashi-Birne mit kandierten Tomaten. 

Prädikat: besonders birnig!
goldig, gell!?
Ins Glas dazu ein weiteres Gewächs aus der Pfalz - der Riesling Spätlese von Nägele. Ein gelber Obstsalat im Glas, was ja supi zu der Birnerei auf dem Teller passt.

Danach noch ein Digestif, weil das ja klar ist, nach so einem Abend.

Ich freue mich schon RIESIG auf den nächsten Belohnungsmittwoch am 10.08. - denkt an eure Gesundheit und seid dabei!!