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Montag, 11. Dezember 2023

Into The Wild - Wild Dinner


WANN: FREITAG, 02.02.2024, 19:00 Uhr

WO:
Im MEATINGRAUM - Gollierstr. 38 im Münchner Westend (etwas versteckt gegenüber der Nummer 37!).

WAS:
Es wird wild - mit feinen Wildgerichten! Das feine Wildbrett bekommt einen zart asiatischen Twist stammt aber aus heimischen Wäldern. Wilde Fusionsküche und dazu feine Drinks und edle Rebensäfte. Gehts besser? Führende Schmackologen antworten darauf mit einem ganz klaren NÖ!

DAS MENÜ

APERITIF

#1
WildschweinRamen
mit wilden Einlagen und Wantan

#2
PilzTatar mit Wildschinken
mit PreiselbeerMeerrettichSchmand und Salatbett

#3
HirschPaneng
wildschöne HirschMedaillons in CurryReduktion, WinterGemüse und KnobiCousCous

#4
NougatMousse und SafranBirnenEis
mit BeerenCoulis und RotweinBirnen

Je nach spontaner Inspiration kann sich am Menü auch noch was ändern!
Achtung: Ausnahmsweise gibt es an diesem Abend keine Veggie-Alternative!

Das wilde Dinner und die begleitenden Getränke für 129 € 
(Anschlussdrinks nach dem Menü sind möglich, werden aber extra erfasst!)

Anmeldung unter: eat@meatingraum.de

Sonntag, 8. November 2015

Wilde Versuchsküche

Der Herbst ist, wenn er so schön sonnig daher kommt, meine Lieblingsjahreszeit. Aber egal, wie das Wetter ist, kulinarisch können sich Frühling, Sommer und Winter eh hinten anstellen. Der Herbst bringt einfach die besten Zutaten: Kürbis, Pilze, Trüffel, Wild, junger Kohl, Obst, Beeren, ... fan-tas-tisch.

Der Wildkochkurs gestern ist dann eher in eine wilde Wildversuchsküche ausgeartet und wir haben mit Fasanenbrust und Hirschkalbsrücken experimentiert und wunderbare Herbstgerichte geschaffen ... und dazu tolle Rotweine getrunken. Was für ein fulminanter Abend.

Schaumerdochmalrein, gell!

FASAN 1

Sous-vide zubereitete Fasanenbrust an blumigem WildkräzterSalat in BirnenSenfDressing, geröstete Äpfel mit Bacon und CashewNüssen.


Zubereitung Fasan:
leicht gewürzt mit Fleur de Sel und Pfeffer und eingerieben mit Ghee (aromatisiert mit Vanille und Sternanis). 45 Minuten bei 54° C im Plastikbeutel ins Wasserbad. Danach kurz und scharf angebraten. Das Fleisch ist butterzart und sehr aromatisch.

Dressing:
1 EL Dijon-Senf
100 ml BirnenSaft
kleiner Schuss Gemüsebrühe
Pfeffer
Salz
1 EL Honig

Eine gelungene Mischung, ein schöner Auftakt.

FASAN 2

Getrüffeltes WaldPilzSüppchen mit FasanenBrust und frittiertem Wirsing.


Zubereitung Fasan:
In der Pfanne scharf angebraten und mit Fleur de Sel gewürzt - bei 70° im Ofen 20 Minuten nachziehen lassen. Im Zubereitungsduell hat die Sous-vide Variante gewonnen - das Fleisch war dort gleichmäßiger gegart und zarter.

Suppe:
Ein Bund Suppengemüse
400 gr gemischte Waldpilze
2 EL getrocknete Steinpilze
guuuuter Schuss Weißwein
2 EL Trüffelbutter
400 ml Gemüsebrühe
200 ml Sahne

Schön warm, schön pilzig, schön trüffelig - so schmeckt der Herbst.

HIRSCH 1

Hirschkalbsrücken auf getrüffeltem SelleriePü, gerösteter Rosenkohl, MalzBierFoisGrasReduktion. Boah Ey!



Zubereitung Hirsch:
Den Hirsch eingerieben mit Schuhbecks Kaffeegewürz. Dann Sous-Vide bei 54° für 30 Minuten gegart, anschließend mit Feur de Sel bestreut und scharf angebraten.
Den BratenFond dann mit Malzbier gelöscht und mit einem Stück Fois Gras gebunden.

HIRSCH 2

Hirsch auf KürbisOrangenPü, geröstete Limonenseitlinge, krosser Wirsing in Lardo, RukkolaCashewPesto.


Zubereitung Hirsch:
Scharf angebraten und im Ofen auf eine Kerntemperatur von 56° nachziehen lassen. Auch hier gewinnt wieder die Sous-Vide-Methode. So einen Hirsch hatte ich noch nie, so zart und gleichzeitig so intensiv. Bei dem tollen Stück Fleisch macht aber auch der Biss in die konventionelle Zubereitung große Freude. 

HIRSCH 3

Wir werden übermütig - Es gibt einen ThaiCurryFriedRice mit Hirsch, Mandeln und Koriander.


Der Hirsch wurde hier wieder sous-vidiert. Das Curry bestand aus ehrlichen Resten. Yummy! Ein würdiger Abschluss.

Da zu ins Glas kam nichts als edler Spitzenrebensaft:

Incognito von Philipp Kuhn
Porcone vom Weinpunk
Chateau Maucaillou
und dann noch ein Margaux aus dem Jahr 2007

Alles für die Wissenschaft!



Sonntag, 16. November 2014

Italiennachwirkung 2 - Trüffelorgie

In Italien ist grade noch Trüffelsaison. Und überall gibt es Gerichte mit hervorragenden frischen Trüffeln. Und überall, wo es die gab, mussten sie auch bestellt werden als Teil einer kleinen privaten Trüffelfeldforschung. Das Ergebnis der Feldforschung: Nein, Trüffel wird nicht langweilig. Und ja: Es entwickelt sich schon eine leicht suchtartige TrüffelbedürfnisSituation.

Und nicht nur das - die Trüffelsaison hat ja die Eigenschaft im Herbst zu sein. Und der Herbst ist fressalientechnisch eh die allerbeste Zeit: Das Obst ist reif, es gibt jede Menge tolle Pilze, hab ich Trüffel schon erwähnt? Und dann gibt es auch noch Wildfleisch. Ja geht es denn besser?

Und gestern Abend brach sich der aufgestaute Druck an Herbstaromentrüffelbegierde den Weg in eine dekadenten Orgie. Zwanghaft. Kann. Nicht. Anders. Muss. Mit. Trüffel. Kochen. Für Gäste - danke euch beiden. Ein solcher Abend braucht die rechte Besetzung und die war am Tisch!

Ich darf kurz zwei der Hauptdarsteller des Abends vorstellen:

Links im Bild: Walter White aus Alba - Rechts im Bild: Blacky Fuchsberger aus Norcia

Das nachfolgende Trüffelmenü huldigt den beiden Hauptdarstellern und ihren herbstigen Freunden, den Pilzen und dem Wild.

Nach ein bisserl Trüffelsalami, geräuchertem Trüffelschinken und Trüffelbrie geht es direkt in die Pasta. Und wir starten mit Ravioli, gefüllt mit einer TrüffelPilzEiMascarponeRukkola-Mischung.

hübsch wurden sie, die hausgemachten Ravioli

Die Ravioli wurden unterlegt mit einem Scheibchen Trüffelbrie und gekrönt mit einem SteinplizMilchSchaum. Und ein bisserl Parmesan. (Mehr zu der Herstellung von Ravioli: hier zum Beispiel)

Start der Trüffelorgie: Ravioli

Und mit Pasta geht es weiter. Hausgemachte Tagliatelle in zarter, leicht parmesanisierter Soße mit Champignons, großzügig behobelt mit Walter White.

Ui!

Danach wird es kartoffelig. Und Ei kommt ins Spiel. Kartoffel. Trüffel. Ei. Mehr braucht es eigentlich nicht. Das ist eine Verbindung, die von Engeln bei Harfenklängen und sanftem Licht im Himmel gewebt worden wäre, gäbe es Engel und ein Himmel.

Gute Freunde in inniger Umarmung: Kartoffel, Ei, Trüffel

Das Pü ist die Basis. Seinerseits reich gebuttert und angetrüffelt (so kann man das machen). Auf dem PüKissen ruht entspannt ein OnsenEi (Auf der Suche nach dem goldenen Ei - mehr dazu hier!). Um der Geschichte ein bisserl Textur mit auf den den Weg zu geben, gibt es noch ein paar krosse Kartoffelwürfelchen dazu. Und zum Schluss ein paar Scheibchen von Blacky.

Schwingen wir uns zum Hauptgang - da wird es wild. Endlich was zu essen.

Das Hirschfilet: scharf angebraten, dann für rund 3 Stunden im Ofen (bei 60° bis 75°) unter strenger Temperaturkontrolle - die Kerntemperatur durfte nicht über 58° steigen. 

Hirsch also. Auf TrüffelJus. Mit einem kleinen klacks getrüffelter HirschBolognese, BlumenkohlPü mit Marzipan und Rosenkohl mit einem Hauch Chili. 

der Rosenkohl kurz vor seinem Einsatz auf dem Teller

Ist das jetzt nicht langsam zu viel mit dem ganzen Trüffel? Wird da nicht total übertrieben? Muss es denn so viel Trüffel sein? Macht das noch Spaß? - Die Antwort auf alle Fragen: JA! :-)

Gruppenfoto mit Resttrüffeldeko

Diese Mischung aus Marzipan und Blumenkohl klingt abenteuerlich - mag ich aber wahnsinnig gerne. Gerade zu Wild. Wer hierzu mal selbst ausprobieren und forschen möchte - hier klicken!

Das Dessert trüffelt auch. Allerdings schokoladig.

SchokoSchock zum Ende

Ein Profiterol in ValrhonaSchokostaub. Schokotrüffel. SchokoCross von Knuspermüsli. Vergoldete SpekulatiusTrüffel. Und noch mehr Schoko.

Damit bei so einem Dinner auch alles richtig flutscht bedarf es einer adäquaten Weinphalanx - die kam an den Start und war sehr norditalienisch geprägt. Was passte. Die Piemonteser und der Trüffel. Ja - das geht!

Alle geköpft: Ihr habt alles gegeben, Jungs! Bis zum letzten Tropfen! Danke!

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Orgie, in der sich Gelüste Bahn brechen - bin mal gespannt, welche es dann sind.

Cheers!





Freitag, 27. Dezember 2013

Weihnachtsdinner 2013

Erholt. Ausgenüchtert. Wieder unter den Lebenden. Guten Morgen!

Das Familienweihnachtsdinner ist soweit verdaut und das Zurückdenken an die Leckereien lässt einen leichten kulinarischen Schauer über die Papillen fegen. 

Schon die Vorbereitung hat großen Spaß gebracht - nicht nur wegen den 2 Flaschen Küchenwein, die La Tante et moi aus gesundheitlichen Gründen dabei süffelten.

schwarze Karottenkunst
schwarze Karotten, erlegt und gehäutet 
Schwarzwurzel in Schälung
Schwarze Karotten, zerlegt
Kürbis
La Tante et moi
Blutwurst in Reih und Glied
Rote Beete Chips
Zuckererbsen im Butterschwenk
Und das gab es dieses Jahr für die 16köpfige Familienkernmannschaft - schauen wir rein:

ERSTER GANG
Zweierlei Pasteten an Feld- und Rucolasalat.


In der linken Ecke: Eine Fischpastete, Lachsmousse bildet den Sockel, Räucherlachs die Zwischenschicht und Zandermousse bildet den Schlussstein. Fein gewürzt. Zart im Schmelz. In der Mitte drohnt eine Handvoll Feldsalat, davor ein Spritzer Kürbiskernöl. Und in der rechten Ecke: Eine Wildpastete vom Hirschkalbsfilet.

Begleitender Wein: Der Katui von Schneider. Dieser quirlige Sauvignon Blanc kann Fisch wie Wild und spielt überaus gekonnt den Pass ins lange Feld.

ZWEITER GANG
SchwarzwurzelCremeSuppe mit BlutwurstPraline und RoteBeeteChips.


Das sahnige Süppchen war trotz der Sahnigkeit nicht schwer und gallenbelastend, sondern kam, aufgehübscht mit Noilly Prat, einer Spur Zitrone und Vanille schön leicht und agil daher. Die panierten Blutwurstscheiben passten geschmeidig und die Chips gaben Farbe und Crunsh. Wiederholenswert.

Dazu gab es einen leicht gereiften Grünen Veltliner, des Pfeffrigkeit hier einen schönen Rahmen steckte.

DRITTER GANG
OchsenBacken in Portwein, schwarze Karotten, glacierte Zuckererbsenschoten und KürbisPetersilenStampf.


Die Ochsenbacken sind ja ein Klassiker des vinaldischen Kulinarikraums. 24 Stunden sanft in Portwein geschmort, dazu ein leicht süßlicher Stampf vom HokaiidoKürbis, mit Orangensaft gepusht und knackiges Gemüse. Die Soße macht sich hierbei praktisch von selbst und ist einfach gnadenlos perfekt.

Dazu kam der Amarone von Zenato ins Glas - ein Wein, der, wenn er ein Stück Fleisch wäre als Ochsenbacke inkarnierte ... das ist ziemlich sicher. Deshalb passte das auch so gut.

VIERTER GANG
Herbe ApfelStrudelZigarre, griechischer Joghurt, gebratener Ziegenkäsem GlüchweinGelee, marinierte Äpfel, Thymianhonig.


Das Anrichten ging beim letzten Gang zugegebenermaßen ziemlich in die Grütze - das schaut nach chaotischem Kinderfasching aus. Aber so sah es nur aus! Geschmacklich passte der Wilde Aromemmix wunderbar zusammen und ergab ein Dessert, dass allen Plätzchengeschädigten ein Erholung war in den letztem Tagen der mutwilligen Überzuckerung.

Das Dinner bildete die stärkende Grundlage für die nachfolgende Runde von gekonntem Extrem-Wichteln.