Aber schauen wir doch zuerst mal kurz zurück zu der letzten Runde Mittwochsluxus - was gab es da denn?
Nachdem wir uns stilvoll in den Abend gesektet hatten wurde es erstmal Wachtel.
WachtelArt1 |
WachtelArt2 |
In unserer Edelvariante besteht der Belag aus geräucherter Gänsebrust und einem zart getrüffelten Brillat-Savarin, als MiniSandwich getoppt mit einem WachtelSpiegelei. Gesellschaft bekommt das Sandwichkleinod von einem Spinatsalat in WalnussBirnenVinaigrette, einem Wachtelkeulchen und einem zart tomatisierten und schön cremigen Gemüsesüppchen.
Bonjour Madame! |
Zur Vorspeise trinken wir gleich zwei ungewöhnliche Weine aus Österreich: den Roten Veltliner von Josef Fritz von den Wagramterrassen und einen Roten Riesling von Ellwanger.
Auch wenn die beiden Weine das Wort "Rot" in ihrem Namen tragen handelt es sich um Weißweine, allerdings von zart rotbeschalten Trauben. Beide sehr elegant aber auch sehr unterschiedlich, so dass sie das Gericht von zwei unterschiedlichen Seiten umschmeicheln. Der Veltliner bringt eine breite Range an tiefen Fruchtaromen und einen zarten Zitruston, was beides gut zur cremigen Suppe und zum Ei kontrastiert. Der Riesling bringt Kräuteraromen und eine spannende Nussigkeit mit, was hervorragend mit dem Salat und dem Keulchen zamm geht.
So gestärkt sind wir bereit für den Hauptgang. Es werde Lamm!
Ratatouille a la Ratatouille |
Ich gebe es unumwunden zu: Die Art das Ratatouille zu machen habe ich mir aus dem sensationellen Pixar-Animationsfilm "Ratatouille" abgeschaut (Hier - zum inspirieren lassen). Die geniale Kochratte Rémy schiebt da sinnlich und behutsam hauchdünne Scheiben von Zucchini übereinander, und lässt das dann abgedeckt im Ofen ziehen - das sah so richtig und elegant aus und war in dem Film ja auch genau das Gericht, das den unerbittlichen Gastrokritiker in seine Kindheit zurück versetzte und sein Herz weich werden ließ. Etwas ganz einfaches mit Hingaben bereitet - eine Erleuchtung beim ansehen des Films und tatsächlich auch beim Verputzen des Ratatouilles, wenn meine Variante auch deutlich rustikaler ist. Dazu gibt es schön buttrige rote Linsen mit Orange und Gemüse. Darauf: Bestes Eifler Urlamm und ein PetersilienÖl. Bon Appetit!
Der Wein dazu ist eine Macht im Glas: THE BUTCHER vom burgenländischen Weingut Schwarz. Der Herr Schwarz, von Hause aus Metzger, baut hier eine Cuvée, die ihrem Namen alle Ehre macht. Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc ergeben eine dichte Mischung aus dunklem roten Obst, Gewürzen, Schokolade und Kaffee.
Zum Dessert: Reblochon im Strudelteig, Feige, Ziegenkäse und mehr.
Ein eher kräftig-herbes Dessert, mit Kräuterhonig und pochierter Birne. Ganz schön was los auf dem Teller beim Schlussakkord.
Desserto in blurry |
Birne: pochiert und als luftiger Schaum
Traube: als Salat mit Nüssen
Feige: Kurz angegrillt mit Kräuterhonig
Bei dem Rambazamba auf dem Teller, darf auch das Weinchen dazu Gas geben - ein Kracher aus dem Hause Kracher - nämlich der Red Roses. Ein Rosenmuskateller von einer elegant ausgewogenen Süße, logisch mit Rosenanklängen aber auch jeder Menge weiterer floralen Obstigkeit. Ein schöner Zusammenbringer zu der Aromaachterbahn auf dem Teller
Die Weine im Gruppenbild |
Ach ja - der nächste Le Petit Luxe Abend - Am 09.11. um 19:00 im MEATINGRAUM - Alle weiteren Details - HIER!!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen