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Montag, 22. Dezember 2014

Nachlese: 4. Alternativer Advent - DINNER

Kaum zu glauben, aber das war er nun schon. Der 4. Advent. Der letzte kulinarische Kulturabend vor Kemmlers Kamin. Rasend schnell verging der Monat und rasend viel Spaß haben die Veranstaltungen vor flackerndem Feuer gemacht. Danke an an all die Gäste, die dabei waren und besonderen Dank an die Serientäter, die alle 4 Abende mitgemacht haben.

Beginnend mit einem audriesken Frühstück am ersten Advent folgte in der Serie ein Grenzerfahrungslunch zum zweiten und eine ganz besondere Teatime am dritten Advent.

Der Schlussakkord der Serie nun also das Dinner, das sich in seinem Ablauf und seinen Darbietungen eisenhart an Dinner For One orientiert.


Neben szenischen Lesungen des Originaltextes und verschiedenen hochspannenden Variationen des selben aus einem japanischen, österreichischen und schottischen Paralleluniversum, in welchen der ganze Verlauf der Geschichte mit einem Schwerpunkt auf unterschiedliche Facetten neu beleuchtet wird, in dem etwa die Gender-Thematik dekonstruktiviert wird oder der Verlauf der Speisefolge eine poetische-analytische Aufdröselung erfährt, legen wir sklavisches Augenmerk auf die Einhaltung der Originalspeisefolge und ihrer individuell-exzentrischen Getränkekombination.

Um die Gefahr des möglicherweise tödlichen Fressenfalls durch Auslegetierstolperung zu minimieren musste der Bär leider weichen. Aber wir sehen uns in der Pflicht unsere Gäste zu beschützen - und bei der unvernünftigen Menge Alkohol, die wir gedenken den Kehlen der Anwesenden zuzuführen war diese Sicherheitsmaßnahme ein schlichtes Gebot der Vernunft.

Eisbär in Sicherheitsverwahrung
Bevor wir in die offizielle Folge des Menüs einsteigen grüßen wir wieder aus der Küche und lassen ein Prost mit einem Tom Collins im Glas erklingen.

EXKURS - So mixe ich einen Tom Collins (für 2 Personen ... oder eine große durstige ... ):

12 cl Gin (einen Old Tom oder einen Beefeater oder einen Brokers)
4 cl Limettensaft
4 cl Zitronensaft
4 cl Zuckersirup
All das im Shaker auf Eis shaken und durch das Barsieb in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas geben. Mit Soda aufgießen (ca. 4 bis 8 cl). Der Spaß kann beginnen!

Der Gruß aus der Küche ist besonders englisch und verfolgt den Zweck die Papillen mal ordentlich durchzuwirbeln. Ihnen einen ordentlichen Tritt zu verpassen und anzubrüllen: "Ey! Aufwachen! Es geht los!" Um so einen papillaren Wake-Up-Call hinzubekommen bedarf es krasser Aromen - und dazu eignet sich vorzüglich die englische Käse-Ikone: Stilton. Ein hinterhältiger Blauschimmelkäse.

Er kommt hier als Dreierlei auf den Teller:
  • Cucumber-Sandwichelchen mit Frischkäse und Stilton
  • Cracker mit StiltonMascarpone, SenfFeige, PortweinGelee und dunklem Kakao
  • StiltonTraubenAufstrich auf BrezenChip mit kandierter Zwiebel
Der Gruß in Theorie und Praxis
Die GrußPhalanx
Die Papillen schütteln sich kurz, blicken sich irritiert um und wissen nicht genau, was ihnen grade widerfahren ist. Sie klammern sich an einen Schluck vom Tom Collins. Auf jeden Fall sind sie nun wach. Und bereit. Bereit für den ersten Gang der offiziellen Menüfolge.

Gang 1 - MulligatawnySoup

Miss Sophie: Thank you, James. You may now serve the soup.

James: The soup, thank you very much, Miss Sophie, thank you. They are all waiting for you. Little drop of mulligatawny soup, Miss Sophie?

Miss Sophie: I am particularly fond of mulligatawny soup, James.

James: Yes, I know you are.

Miss Sophie: I think we'll have sherry with the soup.

Sherry with the Soup. Aber gerne. Das klingt irre. Machen wir. Sherry kennen wir ja eigentlich nur noch als Aperitif. Als Essensbegleiter findet man den Sherry aber nur noch höchst selten bei exzentrischen Sommeliers. Aber zu der Suppe, da passt der Sherry ganz ausgezeichnet.

Die Mulligatawny ist eine englische Suppe inspiriert von indischen Kolonialaromen. Im Ursprung war die Suppe einfach eine scharfe Brühe, in die man vorhandene Reste gegeben hat. Bei unserer Variante wählen wir einen Cappuccion-Ansatz. Es werden Linsen, Äpfel, Mango und viel Gemüse mit Hühnerbrühe und einem Schuss Sahne zu einer cremigen Suppe püriert, gewürzt mit Garam Marsala, Kreuzkümmel und Koriander. Gekrönt mit einem Muskat Milchschaumhäubchen und ergänzt durch eine Knusperstange mit Linsen und Schafskäse.

MulligatawnyCappuccino mit Stangerl
Gang 2 - The Fish

Miss Sophie: You may now serve the fish.

James: Fish. Very good, Miss Sophie. Did you enjoy the soup?

Miss Sophie: Delicious, James.

James: Thank you, Miss Sophie, glad you enjoyed it.

James hobbles over to the serving bar, once again stumbling over the tiger head. Takes the fish over to Miss Sophie.

James: Little bit of North Sea haddock, Miss Sophie.

Miss Sophie: I think we'll have white wine with the fish.

Weißwein zum Fisch. Schlüssig. Klassisch. Da folgen wir.

Wir zelebrieren very british Fish & Chips with a Twist. Unser Fisch kommt in einer enorm leichten BierPanade daher, die KochKollegeKemmler in einem sinnlichen Akt mit Passion erschuf - wie sie sehen:


Dazu gibt es leckere Süßkartoffelstäbchen, eine WasabiRemoulade und Minzerbsen.

Die Fish&Chips-Variante 
Als Weißwein gab es einen schön süffigen Riesling aus der Pfalz.

Gang 3 - The Bird

Miss Sophie: Please serve the chicken!

James: Ya...

James stumbles over to the serving bar, tripping over the tiger head. He brings the chicken to Miss Sophie, wobbling as he does so.

Miss Sophie: That looks a very fine bird!

James: That's a lovely chu... chuk... chicken, that I'll tell you, a lovely...

Miss Sophie: I think we'll have champagne with the bird!

James: Champagne, ya... Same, same prosheeed-ure as last year, Miss Sophie?

Das ist eine skurrile, aber nachvollziehbare Entscheidung. Wir köpfen eine Magnum Louis Roederer zum Vogel. Und der Vogel ist eine niedrigtemperaturgegarte BioPute - davon die stattliche Brust. Gegart in einem Sud aus grünem Tee und Weißweinmit einem ordentlichen Geknoll an Knoblauch. Aus dem Sud entsteht dann ein schön buttriges Sößchen. Dazu zweimal Bohne: Einmal als weißes BohnenPü, einmal als grüne Bohnen mit Bacon. Denn alles ist besser mit Bacon.

The Bird
Und der Schampus hat viel Spaß mit Soße und Fleisch und auch das Pü passt gut zum Geprickel.

Gang 4 - Fruit

James: Would you like some fruit?

Takes a fruit plate over to Miss Sophie, zooming past her and half-way up the stairs, then back down to her.

Miss Sophie: I think we'll have port with the fruit!

James: Oh, no! Sa... same procedure, sa... same procedure as last...

Miss Sophie: Yes, the same procedure as every year, James!


James gets the bottle of port and returns, shakily, to the table. He has difficulty pouring the port, sloshing it all over as he attempts to pour for Miss Sophie and her guests. Finally, he takes a swig from the bottle as he hops over the tiger head. He then returns to the table, wobbily.

Wir bringen in diesem Gang Portwein und Obst ganz nah zusammen und servieren:
  • AppleCrumble mit einem Schuss weißen Port
  • Obstsalat in einem PortErdbeerDressing
  • PortweinGewürzEis
Port & Fruit
Und das war der letzte Gang der Alternativen AdventSerie vorm Kamin.

Mit ein paar Whiskeys lassen wir es vor dem Gebrassel des Feuers ausklingen.

Zum Verweilen und kontemplativen Verharren anregend.
Frohe Feiertage!


Dienstag, 16. Dezember 2014

Nachlese - Alternativer Advent 3 - HIGH TEA

Am dritten Advent gab es planmäßig den dritten alternativen KaminEvent vor Kemmlers Wohnzimmerfeuerstelle. Nach Breakfast und Lunch heißt es zur dritten Runde nun: It's Teatime!

That is so very british - und deshalb orientieren wir uns an der Köstlichkeitsfront auch an klassischen Errungenschaften der britischen Küche. Ja, die gibt es.


Das Literarische Werk, das Pate stand für die Veranstaltung: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele von Douglas Adams aus dem Jahre 1988. (Kann man übrigens HIER kostenlos als Hörbuch hören).

Dirk Gently, die Hauptperson in den beiden unbekannteren Detektiv Romanen von Douglas Adams, ist holistischer Detektiv, der von der Verknüpfung von Allem mit Allem überzeugt ist. Das, zusammen mit der Unwahrscheinlichkeit als zentrale Antriebskraft in der Adams-Welt, ist steuernde Kraft in den Romanen und in den kulinarischen Kompositionen und der praktizierten Raconteurskunst an diesem späten Nachmittag.

Beginnen wir mit dem obligaten Gruß zum Start.

Löffelstart
Vorweg gibt es einen in bester Legomanier zusammengebastelten Appetithappen aus der Welt des KochKubismus. Auf dem Löffel befinden sich ein doppeltes KarottenPü (aus roter Urkarotte und sehr gelber gelber Rübe), darauf ein MiniSandwich mit Frischkäse und Schnittlauch, darauf ein Scheibchen einer Pygmäengurke und ein rotes Pfefferkorn. Unwahrscheinlich, dass meine leicht wurstigen Fummelstummel von Fingern, das so akkurat auf den Löffel filigranierten - das erstaunt mich nachhaltig ...

So aufgewärmt steht dem ersten Gang nichts im Wege.

Gang 1 - Holistic Salmon

Der Lachs, besonders englisch, wenn es sich um wilden schottischen Angellachs handelt. Und besonders holistisch in der Bandbreite seiner hier dargereichten Zubereitungsformen. Der Lachs kommt in Form von: einem Whiskey gewürzten Tatar, einer MaronenLachsSuppe mit frischer Lachseinlage, einem in Tee hausgeräucherten Lachs und einem kleinen LachsNigiri. Mehr Lachs auf einem Teller krümmt nach aktuellen Erkenntnissen den Raum und könnte zu einer sofortigen Auflösung der Welt wie wir sie kennen führen. Also Vorsicht!

vielfacher Lachs in unterschiedlichen Entitäten
Als Getränk dazu servieren wir einen Isle of Man Iced Tea, der im Gegensatz zu seinem amerikanischen Kumpel, dem Long Island Iced Tea, tatsächlich aus Tee besteht. Aus grünem nämlich. Zusammen mit Büffelgraswodka, Limettensaft, Zuckersirup, Minze und natürlich Tonic ergibt das einen wunderbaren Lachsbegleiter - und einen leicht hinterhältigen Dichtmacher, der unmerklich den Spaßfaktorhebel zart gegen Ulk schiebt.

Isle of Man Iced Tea
Dazu wird der Roman in grober Zusammenfassung und originalen Auszügen verlesen, dabei geht es um die Hässlichkeit von Flughäfen, einen Familienstreit unter Göttern und eine Enthauptung, die von der Polizei für einen besonders hinterhältigen Suizid gehalten wird, verübt nur, um den Ermittlungsbeamten das Leben schwer zu machen.

Ein schweres Leben, das hat Arthur Dent auch. Die Hauptperson aus Per Anhalter durch die Galaxis hat es ja per se nicht leicht, hat man ihm doch sein Haus mitsamt dem Planten, auf dem selbiges Stand, der Erde, quasi unterm Hintern weggesprengt. Im fünften Band der vierteiligen Trilogie (Einmal Rupert und zurück), strandet Arthur auf dem Planeten Rupert und vertreibt sich dort seinen extrem langweiligen Alltag mit der Perfektionierung seiner SandwichSkills.

Ein Protagonis entreffen: Im zweiten Gang stellen wir uns vor, dass Arthur Dent den chronisch abgebrannten Dirk Gently besucht und als Gastgeschenk Sandwiches mit hat - das ist sicherer, als darauf zu vertrauen, dass Dirk etwas anbieten würde, denn einer der Nebenstränge der Geschichte im langen dunklen Fünfuhrtee der Seele dreht sich darum, dass Dirk aus Angst vor dem Inhalt seinen Kühlschrank schon über 3 Monate nicht mehr geöffnet hat.

Gang 2 - Dent bei Dirk

Was ist britischer als Sandwiches? Und die klassischen Sandwiches auf jeder Etagere beim High Tea ist sträflich unkomplett ohne ein EggSandwich und ein CucumberSandwich. Die gibt es hier auch - allerdings leicht dekonstruktivistisch.

Sandwiches: Ei mit WachtelEi und komplett ziselierter Cucumbrismus bei der Gurke: Gurke, mit Ziegenkäsecreme gefüllt, GurkenSalat mit Sesam und Tee, GurkenJoghurtSchaum - und Röstbrot.
Auch das Getränk bleibt britisch. Ein Pimm's No1. Klassisch serviert mit Gurke - aber statt dem eigentlich darin vermixten Ginger Ale bringen wir einen alpenländischen Akzent mit hinein und vermixen Almdudler. Und nennen den Drink fröhlichen "Den Doodler".

So mixt er sich:

1 Glas mit Eiswürfeln (Longdrinkglas)
4 cl Pimm's No. 1
2 Scheiberl Salatgurke
mit Almdudler aufgießen (ebenfalls etwa 4 cl)

Cheers!

Im interimistischen Rezitativ intoniert Herr Kemmler chinesisches Gedichtwerk über Tee.

Die Spätnachmittagssonne bescheint den Bambus,
die Quellen glucksen vor Entzücken,
der Wind in den Kiefern tönt in unserem Teekessel wider.
Lasst uns vom Vergänglichen träumen
und bei der wundersamen Torheit der Dinge verweilen.
Kakuzo Okakura, japanischer Philosoph, 1862-191

Der Teemeister Rikyu wurde von einem Schüler gefragt, was der Sinn des Teeweges sei.
Rikyu antwortete in der für den Zen typischen Reduktion auf das Wesentliche:
„Wasser holen, Feuer anzünden, Wasser erhitzen,
Tee schlagen und trinken, das ist alles!“
Als der Schüler darauf entgegnete: „Das kann ich schon alles.“
antwortete Rikyu: „Dann möchte ich dein Schüler werden.“
Sen Soki (Soeki) Rikyû (1522-1591)

Die erste Tasse netzt mir die Lippen.
Die zweite verscheucht meine Einsamkeit.
Die dritte durchdringt mein unfruchtbares Inneres,
um darin nichts als einige fünftausend Bände wunderlicher Ideogramme zu finden.
Die vierte erregt einen leichten Schweiß;
alles Schlechte des Lebens scheidet durch meine Poren dahin.
Bei der fünften bin ich geläutert.
Die sechste ruft mich ins Reiche des Unvergänglichen.
Die siebente – Oh, ich kann nicht weitertrinken,
ich fühle nur den kalten Windhauch, der sich in meinen Ärmeln fängt.
Laßt mich in diesem lieblichen Windhauch segeln und mitschweben.
Dichter Lo Tung (T’ang Dynastie)

In der Welt gibt es drei höchst bedauernswerte Dinge:
Das Verderben bester Jugend durch falsche Erziehung,
die Entwürdigung guter Gemälde durch pöbelhaftes (unverständiges) Begaffen
und die Verschwendung (restlose Vergeudung) guten Tees durch unsachgemäße Behandlung.

Tschu Lai (Li Chi Lai) (Sung Dynastie, 12. Jh.)

Danach und nach einer Reihe Stehgreifsteegespräche und teezeremonieller Hintergrundinformation starten wir in die dritte Runde des Abends.

Gang 3 - Battle of the Pies

Pies sind das wohlige Rückgrat der englischen Küche. Wir reflektieren hier den Konflikt zwischen Odin und Thor, lassen aber an Ihrer satt 2 Pies in den Kampf ziehen, die sich aber dann auf dem Teller schlichtweg weigern aufeinander loszugehen und sich im Angesicht des Erbsenpüs schnell friedlich die Hand reichen und lecker koexistieren. Auf dem Teller finden sich ein Shepards Pie in der Hunters Edition. Der Shepard ist ja normalerweise vom Schaf - in der Hunters Edition aber vom Hirsch. Das ... nennen wir es Gulasch ... wird mit Kartoffelpü überzogen und dann überbacken. Der Kontrahent ist ein Kidneypie - Nieren! Ein Nierentryptichon von Lamm, Kalb und Rind. Lange geschmort mit jeder Menge Sherry und dann mit Blätterteig gebacken (ganz nahe dran an diesem Rezept!). Und ja - harmonische Wohligkeit breitet sich aus. Und das liegt nicht nur an dem dunklen englischen Ale, das zu diesem Traditionsgang in die Gläser kam.

peaceful pies & pea purée
Bevor es zur Beschreibung des Desserts kommt, muss ich erzählen, wie dieses Dessert zustande kam. Es hat nämlich eine Vorgeschichte - und es ist WIRKLICH GENAU SO passiert.

Es begann damit, dass ich dachte, dass das bei Douglas Adams eigentlich immer und überall auftauchende Prinzip, das ordnet und antreibt, das lenkt und steuert, die Unwahrscheinlichkeit ist.

Und dieses ordnende Prinzip gab mir den motivatorischen Stoß für diesen Alternativen Advent ebenfalls mal einen Text beizusteuern und darauf zu vertrauen, dass das Unwahrscheinliche passiert  und mir ein pointendichter Toptext in den Tippapparat flutscht.

Und es fing gut an. Sehr gut sogar. Die Unwahrscheinlichkeit überraschte mich immens. Es begann damit, dass mit dem Aufklappen des Computers sofort ein neuer Titel für meinen seit nunmehr 17 Jahren im Arbeitszustand befindlichen autobiographischen Roman auftauchte. 

Ja. Gut. Das ist schon häufiger passiert und ehrlich gesagt ist das auch die deutlichste Evolution, die dieser Roman in den letzten Jahren nahm. Wechselnde Titel.  Vorangegangene Titel waren zum Beispiel:

Solitario – Die Einsamkeit macht uns Gemeinsam.
- oder - 
Die größte Hose, die ich je hatte.
- oder -
I take two of everything.
- und zuletzt -
Hummeln können gar nicht fliegen.

Und das ist nur eine sehr kleine Auswahl. Jeder gefiel mir. Zumindest eine zeitlang.

Aber noch selten hatte ich den Eindruck, dass ein Titel so sehr aus der Aktualität meines Lebens erwuchs wie dieser jetzt. So nahe bei mir und so klar und deutlich meine Welt im Hier und im Jetzt reflektierend.

Ich schrieb also, endorphinal aufgeladen den neuen Titel und tippte elektrisiert:

Zwischen Nachdurst und Völlegefühl.

Jawoll.

Gut, dass ist jetzt nicht Krieg und Frieden oder Schuld und Sühne ...

Zwischen Nachdurst und Völlegefühl.

Ich finde das hat Kraft. Es ist deskriptiv und hat Hintersinn. Es hat einen eindrucksvollen Farbeffekt, der aus der Vergangenheit  ins Jetzt strahlt.

Und damit hatte es sich dann aber auch schon wieder. Das elektrisierte Gefühl war mit dem Tippen des "." ausgeknipst. Der Schreibfluss kam zu einem abrupten Ende.

Die Unwahrscheinlichkeit hob kurz den Mittelfinger und wurde zum Erwarteten. Denn mehr wollte mir beim allerbesten Willen nicht einfallen. Essig. Nichts weiter passierte. Versonnen sah ich einem kleinen Busch zu, der von einem letzten Gedankenwind hinter meiner Stirn entlang getrieben wurde.

Gut. Es war ein Versuch. Ich beschloss es sein zu lassen und statt dessen aktiv gegen diesen Nachdurst zu arbeiten und mir ein Helles aufzuziehen.

Und da sah ich sie. 
Im Schrank.
Ich sah sie ganz deutlich. 

Die leicht angesprungene Kanne aus der Sammeltassensammelung meiner Urtante. Sie hatte sich verändert. Es war etwas ganz und gar douglasadamsieskes geschehen. Eine Materietransformation in einem Ausmaß, dass man damit ein kleines Raumschiff hätte antreiben können. Ach hätte ich in diesem Moment doch nur ein kleines Rausmschiff gehabt. Aber ich schweife ab.

Die Kanne also, die Kanne: Ihre Molekularstruktur hatte sich in einem extrem unwahrscheinlichen Akt der wasweißich ... räumlich begrenzten Quantenverschiebung? ... verändert. In Kuchen! Man fasst es nicht. Diese Unwahrscheinlichkeit ist ein Hund. Schlägt dort zu, wo man’s jetzt aber mal so gar nicht erwartet. Täuscht links an und spielt rechts vorbei. Raffiniert. Das würde mir jetzt sicher keiner glauben - aber ich habe es fotografiert. Und das was man auf Fotos sieht, das ist wahr, das weiß ja jeder!

Beweisfoto der Materietransformation - mit einem leichten Anflug einer strukturellen Integritätskrise.
Damit hatte ich jetzt zwar keinen Text für die Veranstaltung aber immerhin einen Nachtisch. Auch was wert.

Gang 4 - Nachtisch - Die Langweile des unsterblichen Wawbagger

Diese Akt der Materietransformation hätte sicher das Potential gehabt, selbst den von allem schon immer zutiefst gelangweilten Randcharakter aus Das Leben, das Universum und der ganze Rest für einen kurzen Moment aus seiner aus seiner tiefen Fadesse zu ziehen ob der Unwahrscheinlichkeit des Ereignisses.

Der erschienene Teekannenkuchen entpuppte sich als GrünTeeBiskuit mit Erdbeersahne und SchokoGarnache.
Damit er nicht so einsam auf dem Teller liegen muss, bekommt er Gesellschaft von hausgemachtem ErdbeerEis, einem Brownie mit Marzipan und PannaCotta und einem WaldfruchtGlühweinGelee.
Dazu wurde dann stilecht Earl Grey eingetasst.

Und unter der Leerung aller Reste, weiteren Kannen Tee und ein paar Flaschen Wein ging der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele dann Richtung Mitternacht zu einem würdigen Ende.

Aber die Serie des Alternativen Advents ist noch nicht vorbei - Das abschließende Dinner steht am kommenden Sonntag ins Haus  - zum 4. Advent vor Kemmlers Kamin.


Montag, 1. Dezember 2014

RETROSPEKTIVE: Alternativer Advent 1 - Breakfast

Der Auftakt der Serie "Alternativer Advent: Kunst und Kulinarik vor Kemmlers Kamin" - mei, schön war er. Und kuschlig war es vorm Kamin.

Eindeutig erstadventig gemarkerter Kamin.
Eine Veranstaltung fürs Herz. Eine Flucht aus der feuchten Kälte und der psychedelischen Weihnachtsdeko. Ein Rückzug ins Gediegene und gleichzeitig ein sich Hinstrecken zu gleichgesinnten Fremden. Ein schön gestimmter Auftakt, der die Freude auf die nächsten drei Adventsveranstaltungen munter geschürt hat.

Ein mehrgängiges GabelFrühstück. An sich schon ein ungewöhnlicher Ansatz. Und dann auch noch Literatur dazwischen? Aha! Und dann auch noch alles ausgerichtet auf "Breakfast at Tiffany's" von Truman Capote? Echt? Genau das! Und jetzt retrospektieren wir mal, was es da so gab.

Als kleiner Gruß vorweg gab es ein Zimtplunderteilchen mit einem Espresso Macchiato im Pappbecher.

Ein selbstverständlich nicht willkürlich dahingegrüßter Küchengruß, sondern ein Zitat der ersten Szene des Films.

Holly Golightly vor dem Tiffany's Schaufenster. Frühstückend.
Plunder- und Kaffeegruß. Servus!
Und so vorab gestärkt ging es dann in en ersten Gang.

GANG 1 - HolEI GolightEI

Neben dem nun schon von unterschiedlichen Wortspielverbänden mehrfach für Preise nominierten Titel des Ganges, ein hoch interessantes Gericht. Aber eigentlich nichts weiter als zwei Eier im Glas - nur eben als zwei Eier in zwei Gläsern. Beim Servieren läuft Moonriver in der Akustikversion, von Audrey Hepburn herself gezwitschert.

Zwei Eier in 2 Gläsern
Das linke Ei: 
Ein geschmeidiges KartoffelPü, darauf ein sahniger Blattspinat, darauf ein OnsenEi ... und ja, es ist so: Ich habe einen OnsenEi-Fetisch ... und wissen Sie was: NA UND?! (mehr zu diversen Onsen-Eiern - hier)

Das rechte Ei:
Gebratene Champignons mit einem fluffigen und getrüffelten RührEiSchaum.

Führende amerikanische Frühstückologen haben errechnet, dass man eigentlich nicht zu viele Eier zum Frühstück haben kann. Sehr wohl aber zu wenig (nämlich zum Beispiel keins ... undenkbar) - das wollten wir auf keinen Fall riskieren.

Zu der Eierei des ersten Gangs gab es einen Prosecco. Nicht nur für den Kreislauf, sondern auch wegen tatsächlichen Genussgründen. Fast jedes Getränk hat es schwer gegen Ei, da sich der Dotter, das alte Ferkel, gleich über den Gaumen und die Papillen legt und die für weiteren Genuss erst Mal versiegelt. Der Sekt schafft es, diese Schicht zu durchbrechen und wieder neue Aromen an die zugehören Rezeptoren zu lassen.

Im Übergang zu Gang 2 liest Herr Kemmler sonor eine Schlüsselstelle aus dem Roman. Es formen sich Wolken winterlicher Wonne im Raum.

GANG 2 - NY eating the Big Apple

Wir zelebrieren in diesem Gang den großen Apfel. Und zwar mit noch mehr Eiern. Ja und auch mit Äpfeln. Beim servieren läuft Moonriver in der ChaChaCha-Version.

Auf dem Teller haben wir einen FrenchToast. Supertypisch für Amifrühstück. Unsere Version ist in Ahornsirup karamellisiert und mit einem Spritzer Sojasoße mit hintersinnigem Charakter aufgeladen. Er wird begleitet von seinem besten Freund: BACON. Der Bacon kommt als Eis (ja, als Eis) und als Marmelade. Dazu gibt es hauchzarte Apfelscheiben, die schön lange in Calvados (Apple-in-Apple-Approach) eingelegt wurden, in der Gesellschaft von Ingwer und Gurken.

FrenchToast & Bacon
Dazu gibt es ein HeidelbeerMilkshake - der als Huckelberry Friend zum einen aus Moonriver rauszitiert ist und zum anderen als Dompteur in der Arena der Aromen für Ordnung sorgt.

Als Brücke zum nächsten Gang verlas Wortmeister Sven dieses sozialkritische Geheul als Antithese auf das Weichgespülte. Recht so! Mit einem schön fleischigen Schluss!

GANG 3 - TrueMeat CaPoTe

Ohne Fleisch soll das ein amerikanisches Frühstück werden? NIEMALS! Wahres Fleisch also in Gang 3 - und zwar in Form von einem schön zarten rosa glänzendem Stück Roastbeef mit Remoulade, begleitet von Blutwurst. Und beim Servieren läuft Moonriver in der groß orchestrieren Version.

CaPoTe - das steht akronym für:

Cabbage: einen leicht apfeligen Cole Slaw Salad.
Potatoe: knusprig gebratene Bratkartoffeln.
TerrorBeanz: ... da könnte man jetzt sagen "naja ... das ist aber einbisserlargweithergeholt, oder?" - KÖNNTE! Denn diese Baked Beans meinten es ernst und hatten schönen ChiliBumms im Kreuz.

TrueMeat und seine Freunde
Als Getränk dazu: Eine Kreation für genau diesen Abend - der SingSingSling. Logischerweise ein Apfelcoktail mit Tiffanybezug. Sing Sing heißt der Knast von New York. Und in diesem sitzt Sally Tomato, der gute Onkel Sally, den Holly im Film regelmäßig besucht und für ihn chiffrierte Nachrichten in ihrer naiven Art unbewusst übermittelt. Hinterhältig von Sally. Hinterhältig auch der Cocktail - denn Alkohol schmeckt man da kein bisschen.

In der Überleitung zum letzten Gang las Herr Kemmler die Ursprungspassage vom Beginn in verschiedenen englischen Dialekten, was uns mit der wahren Holly, der Holly in ihrem eigenen Selbstbild und ... der schottischen Holly, die aber auf bizarre Weise eine energetische Authentizität ausstrahlte, in Kontakt bringt.

GANG 4 - Moonriver and the Rain in the End

Der letzte Gang ist Hollys schrecklich stereotyp gemimtem Vermieter gewidmet, Mr. Yunioshi, gewidmet.

 

Um dieser frechen Verballhornung eines Japaners was Ehrliches und Echtes entgegenzusetzen gibt es etwas, was wirklich typisch für die japanische Küche ist. Eine Suppe. Entenkeulen mit reichlich Sake angesetzt. Und um für Völkerverständigung zu sorgen kam auch noch ein ordentlicher Schuss Bourbon rein.

Das Ergebnis: Eine kräftige Entensuppe asiatischen Stils - eng verwandt mit dieser hier, nur eben mit Entenkeulen anstatt Schweinebacken. Beim Servieren läuft Moonriver in einer seltsam davidlynchartigen Version von Nan Vernon, auf japanisch.

ThaiJapanisches Crossover - mit Nudeln, Entenfleisch, Koriander, Spargel und Mais
Und dazu ein Schälchen grünen Tee.

Wohligkeit all über all. Satt und zufrieden. Harmonie. WeihnachtsZen in bester Form. Zusammenkunft. Genuss und Spaß an der Freud.

Und nächsten Sonntag geht es weiter - mit der nächsten Mahlzeit - dann ist Lunch-Time!

Montag, 24. November 2014

Der VIERTE Alternative Advent - DINNER

FINALE, liebe Freunde des Alternativen Advents!

Wir sind beim Dinner angelangt, Herrschaften.



DAS THEMA

Die Vorlage für das Leitmotiv des letzten Abends im Alternativen Advent ist zu steil und passgenau, als dass man Sie nicht gekonnt per Fallrückzieher ins Eventtor versenken kann. Fast schon zu offensichtlich ... aber Wurscht.

Wir schnappen uns DEN Silvesterknaller schlechthin und zelebrieren, hommagieren und variieren mit Stift und Löffel Dinner For One. Always with an interesting Twist.

DAS MENÜ

Appetithäppchen und Aperitif.

1. Gang: Mulligatawny Soup

Indischer Linsensuppenklassiker in aufgehübschter Form. Und dazu gibt es, wie es sich gehört und wie es die klassische Speisefolge vorschreibt: Sherry.Yes, a very dry Sherry, Mrs. Sophie ... very dry.

2. Gang: Haddock

Der Schellfisch kommt very british. Aber dennoch modern, twistende Brechung zur Klassik: Wasabi! James serviert dazu Weißwein. Skål!

3. Gang: The Bird

Das Huhn wird, wie Mrs. Sophie es verlangt, mit Prickelwasser serviert. Die Aromen im Einsatz bringen das klassische Chicken auf eine ganz neue Ebene - zum Einsatz kommen Zitrone und Safran und als besonderer Kniff: grüner Tee! Cheerio!

4. Gang: Fruit

Das Obst kommt als Salat in Portwein. Und zum Obststrudel kommt Port ins Glas. Nach einem alten Rezept der Winterbottoms. Sugar in the morning!

We will do our very best!

I Am Sir Toby!

Ja! Das sind Sie! Und sie gehören mit an den Tisch - hier sind die wichtigen Angaben, die notwendig sind, um dabei zu sein. ACHTUNG! Stolpern Sie nicht über den Tigerkopf:

  • Schreiben Sie uns direkt eine Mail und sagen sie zu mit der Angabe der Personenzahl (an marc.christian@vinaldi.de oder info@sven-kemmler.de).
  • Die Veranstaltung kostet 60€ pro Nase - inklusive aller Kunst, Kulinarik und Getränk.
  • Und das war es schon. Oder doch nicht? Wenn es noch Fragen gibt, dann einfach stellen, und dazu HIER klicken und mailen.

Wie immer: First Come First Dine!

Vorm Kamin wird das ein Träumchen von einem Ausklang der Serie. Nicht entgehen lassen. Leber massieren und Zusagen.

Es freuen sich

Sven & Marc

Der ZWEITE Alternative Advent - LUNCH

Liebe Freunde der alternativen Adventsgestaltung!
Der zweite Termin der Serie hat Form angenommen.

Es folgt der Fahrplan für den zweiten Termin. Lunch.


DAS THEMA

Bei der zweiten Runde steht das Werk Naked Lunch von William S. Burroughs Pate für das Menü und die literarischen Werke darum. Naked Lunch wurde 1959 veröffentlicht, gilt als eines dernzentralen Werke der Beat Generation und galt damals als Skandalbuch schlechthin - die Presse schrieb: "Ein widerlicher Gifthauch ununterbrochener Perversion." Das hat uns gefallen!

Naked Lunch ist kein stringenter Roman, eher eine Ansammlung irrer, abseitiger und drogeninduzierter Sätze, die sich auf der gemeinsamen Basis ihrer Abgedrehtheit zu einem gewissen Fluss zusammenfinden. TextJazz, könnte man sagen. Also ein idealer Kreativ-Pate für die begleitenden Lesekunst und das Werken in der Küche.

Wer mit dem Werk nicht vertraut ist: Keine Angst! Man muss kein intimer Kenner der Beat Literatur sein, um eine Menge Spaß bei diesem mehrdimensional kulturellen Kaminevent zu haben.

DAS MENÜ

Appetithäppchen und Aperitif.

1. Gang: Psychedelic Soup Tryptichon

Drei unterschiedliche Suppen. 3 Farben. Eine Zusammenkommen der Aromen von roter Beete, Kartoffel, Erbsen und Minze. Ein Füllhorn voller Eindrücke. Ein irrer farbenfroher Cocktail dazu. Ein bisserl wie ein Trip. Ein Gruß an die Acid-Kultur der Beatniks und ein Winken in Richtung der Hippies.

2. Gang: Nacht in Interzone

Interzone - die dunkle Parallelwelt, in die sich der Protagonist von Naked Lunch flüchtet. Die Lichter sind aus bei diesem Gang. Linsen, Jakobsmuschel, Tomaten - alles in Schwärze versunken. Eine gastrosophische Grenzerfahrung.

3. Gang: Heart of America

Ein Gang mit Herz. Er reflektiert die Geschichte und die Gegenwart der USA. Tatanka, der Bison kommt zum Einsatz. Und Mais. Sehr amerikanisch. Mit Tiefgang. Dazu gibt es pornographischen Rotwein.

4. Gang: Mugwamps Store of legal Drugs

Mugwamp ist ein sehr alienmäßiges Geschöpf, das der Protagonist in Interzone trifft - und im weiteren und engeren Sinne haben die Mugwamps mit Drogen und der Tranquilisierung der Bevölkerung zu tun.

Im vierten Gang gibt es Kreationen aus so gut wie allen legal erhältlichen Drogen: Tabak, Koffein, Schokolade, Zucker und Chili.

JA - Da muss ich hin!

... haben Sie das nicht grade laut gedacht oder gar still ausgerufen? Doch, gell! Und ja, das geht - folgendes ist zu tun:

  • Schreiben Sie uns direkt eine Mail und sagen sie zu mit der Angabe der Personenzahl (an marc.christian@vinaldi.de oder info@sven-kemmler.de).
  • Die Veranstaltung kostet 60€ pro Nase - inklusive aller Kunst, Kulinarik und Getränk.
  • Und das war es schon. Oder doch nicht? Wenn es noch Fragen gibt, dann einfach stellen, und dazu HIER klicken und mailen.

Es gilt First Come First Lunch - und wir haben nur 16 Plätze - schnell sein hilft!

Der Kamin freut sich aufs Brennen und wir freuen uns auf EUCH!

Marc & Sven

Montag, 17. November 2014

Der ERSTE Alternativer Advent - BREAKFAST

Liebe Freunde der alternativen Adventsgestaltung!

Unlängst kamen ja schon die ersten Information dazu rum - zu der AdventsPlanung von Sven Kemmler und mir.

Die Idee hinter den Veranstaltungen nochmals in der der Nussschale:
Wir feiern vor dem Kemmlerschen Kamin an jedem Adventssonntag einer anderen Mahlzeit zu einem anderen Motto - mehr dazu HIER. Selbstverständlich ist jeder Termin einzeln buchbar :-).

Jetzt wird es konkret.

Es folgt der Fahrplan für den ersten Termin.


DAS THEMA

Wir orientieren uns mottotechnisch an dem in New York spielenden Filmklassiker "Breakfast at Tiffany's" aus dem Jahre 1961. Truman Capotes Werk inspiriert sowohl das gereichte Menü, ein mehrgängiges Gabelfrühstück, als auch die dazu dargebotene literarische, poetryslamieske Kunst. Kunst und Kulinarik wechseln sich dabei ab und versprechen sattmachende Kurzweiligkeit. Und das vor einem echten Kamin!

DAS MENÜ

Appetithäppchen und Aperitif - ganz nach Art des Filmbeginns und im Geiste des Mottos.

1. Gang: HolEI GolightEI

EIn Dialog von EIern. EIn Frühstück ohne EIer ist ja EIgentlich gar kEIn Frühstück. Und hier kommt EIn ganzes EI und EIn ganz EIn LEIchtes EI. Es wird EIne EIfahrung werden, das sEi versprochen. Dazu gibt es Sektchen. Für den KrEIslauf.

2. Gang: "NY eating the Big Apple"

French Toast ist einer der Klassiker bei New Yorker Frühstücksangeboten. Den gibt es in unserem Menü auch. Aber anders. Dafür aber mit Äpfeln. Dazu einen apfeligen Cocktail, für den Moment kreiert: den SingSingSling!

3. Gang: TruMeat CaPoTe

Kein amerikanisches Frühstück ohne Fleisch! Und das gibt es bei diesem Gang gleich in unterschiedlichen Formen. CaPoTe steht dabei quasi akronym für:

Ca - Cabbage = es gibt eine zarte, sehr frühstückstaugliche Kohlvariante
Po - Potatoes = es gibt eine zarte, sehr frühstückstaugliche Kartoffelvariante
Te - TerrorBeans = ohne diese Form von Baked Beans sollte eigentlich nicht gefrühstückt werden

4. Gang: Moonriver & the Rain in the End

Der Mr. Yunioshi, Holly Golightlys Vermieter, gewidmete vierte Gang wird streng asiatisch. Und mehr wollen wir hier auch nicht verraten. Wo bliebe denn sonst der Spaß.

Ich will dabei sein!!

Wenn sie das gerade zurecht ausgerufen haben, dann folgen alle weiteren Informationen nun auf den Fuße:

  • Schreiben Sie uns direkt eine Mail und sagen sie zu mit der Angabe der Personenzahl.
  • Anmeldung geht auch über Facebook - mit einem KLICK HIER.
  • Die Veranstaltung kostet 60€ pro Nase - inklusive Kunst, Kulinarik und Getränk.
  • Und das war es schon. Oder doch nicht? Wenn es noch Fragen gibt, dann einfach stellen, und dazu HIER klicken und mailen.
Die ersten Anmeldungen sind schon eingegangen - am besten gleich melden und reservieren! Je früher desto dabei!

Wir freuen uns schon wie die Weihnachtsschnitzel - freut euch mit und kommt dazu!

Ein dreifaches HoHoHo!