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Montag, 24. Oktober 2022

Trüffelzeit - Zweite Runde



WANN: Montag, 28.11.2022, 19:00 Uhr

WO:
Im MEATINGRAUM - Gollierstr. 38 im Münchner Westend 
(etwas versteckt zwischen Café Gollier und Osteria Bianchi).

WAS:
Da die Idee eines Trüffelabends so hervorragend angekommen ist, haben ToscaBio und der MEATINGRAUM kurzerhand beschlossen: ZWEITE RUNDE!!

Ein doppeltes YEEHAA!! für alle, die bei der ersten Runde leider keinen Platz mehr bekommen haben.

Ein bisserl Luxus in den Alltag bringen. Etwas Opulenz. Manchmal braucht es einfach Trüffel! Die Trüffelgerichte wurzeln in der italienischen Küche, bringen aber auf dem Teller schlicht zusammen, was zusammen gehört.

Und bei dieser Runde gibt es ein weiteres Schmankerl: Nämlich ein n MæatTheMaker-Special! Mit dabei ist Pierpaolo vom Weingut Querciagrossa.

Aperitif
Sisili Weiß
Dazu Brot, Öl und Salz

#1
Getrüffeltes Kartoffelsüppchen mit frischem Trüffel
Wein: Querciagrossa Ciliegiolo 

#2
Taleggio, gegrillter Chicorée und Trüffelpesto, Walnuss
Wein: Querciagrossa Merlot/Cabernet

#3
OnsenEi im GheeKohlrabi und TrüffelSafranSpinatRisotto
Wein: BrunelCollemattoni Brunello di Montalcinolo

#4
Im Wald der Schokotrüffel
Wein: Arlaro Spumante

Das Dinner, inkl. der begleitenden Weine und Wasser: 129 €

(Mehr Drinks und Kaffee nach dem Menü sind möglich, werden aber extra erfasst! ACHTUNG - begrenzte Teilnehmerzahl!)

Freitag, 15. April 2016

Retroschmecktive - Toskana

Leckomio, was für ein Abend. Wahrlich große Oper mit praktizierendem Heldentenor, intensiv, voller Leben und über allen Erwartungen ausschweifend. Leidenschaft am und auf dem Tisch. Wunderbar! Die große toskanische Runde hatte Spaß - besten Dank, feiernde Menschen für dieses Füllhorn voller fantastischer Schwelgerei. Brachial. Kann man so eigentlich gar nicht unter der Verwendung des rein geschriebenen Wortes wiedergeben, dafür war das alles ein zu sehr ziseliertes Kaleidoskop der Eindrücke. Von daher halte ich mich in Sachen Retroschmecktive nüchtern (? ... nüchtern ... naja ... im Rahmen den Möglichkeiten ... ) an die Nacherschmeckung der Menüfolge.

das Menü
Beim Aperitif begannen wir klassisch, Prosecco mit einem Schuss Sanbitter. Dieser weckte die Geschmacksknospen und machte bereit für den ersten Gang: Tris die Crostini. Leider hat es von diesen drei kleinen Schweinereien kein einziges auf ein Foto geschafft - zu schnell weg, waren sie. Das Dreierlei stellte sich zusammen aus:

  • Lebermousse mit SternanisZwiebeln und Grappa
  • frischem BärlauchPesto
  • TomatenGelee mit ZiegenRicotta und Basilikum
Dazu in Glas kam ein ausnehmend frischer Chardonnay aus Bolgheri. Bolgheri ist ein vergleichbar winziges Anbaugebiet in der Toskana aus welchem überproportional viele tolle Weine kommen, darunter zum Beispiel auch der berühmte und oft gefälschte Sassicaia.

Wir halten uns an die klassische Menüfolge und lassen den Crostini, die wir mal als AntiPasti laufen lassen, die Pasta als primo piatto folgen:  Pappardelle con Sugo.

Das Sugo, eine kräftige Tomatenfleischsoße ist über rund 8 Stunden mit sehr viel Wein, Gemüse, noch mehr Gemüse und reichlich Kräutern ... und einem halben Pfund Butter ... genüsslich eingeköchelt und hatte als fleischiges Herzstück die mächtige Wade eines Aberdeen Angus Rindes, das auf den toskanahügelgleichen Weiden der Pfalz zu delikater Bioqualität wuchs.

Pappardelle con Sugo
Beim begleitenden Wein griffen wir zu einer wuchtigen Doppelmagnum Rosso Moreccio von der Casa di Terra, ebenfalls aus Bolgheri. Die atypische Traubenmischung (Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah) lässt trotzdem die Region durchschmecken und zaubert trotz Abwesenheit in der Flasche sangiovesige Kirscharomaangklänge auf die Zunge und punktet weiterhin mit weichen Tanninen und vanilliger Eleganz.

Als secondo piatto ging es dann weiter mit einem der ikonenhaftesten Gerichte der Toskana, der Bistecca Fiorentina. Wir servieren sie mit grünem Spargel mit Zitronenzesten, getrüffelter Polenta und einer Chianti Jus.

Der Spargel ist schon soweit
Die Bistecca hat ihre Zielkerntemperatur von 62° C erreicht und wartet nun auf ihren Einsatz.
Im Arrangement Wildblüten
BisteccaPhalanx
Dazu ziehen wir wie versprochen was Altes auf - eine Doppelmagnum eines Piemontesers, Jahrgang 1980, 8 Jahre älter als die jüngsten Gäste am Tisch. Und wie so oft bei altem Wein hat er mit einem jungen Wein, wie man ihn kennt und gewohnt ist, nicht mehr viel zu tun. Er ist stark eingetrübt, bräunlich und hat intensive Sherry- und Madeiranoten entwickelt. Diese passen allerdings wirklich spannend zu der getrüffelten Polenta und der Zitrusspur am Spargel.

Die beiden roten des Abends beim Fachgespräch. 


Wir beenden das Menü mit einer weiteren Interpretation eines italienischen Klassikers: Cantuccini mit Vin Santo. Das kann es als Aperitif oder Dessert geben und man dippt dabei den harten Mandelkeks in den Süßwein. Unsere Interpretation toppt den Mandelkeks mit einem MacardamiaMascarponeSchaum, dazu gemischte Beeren und eine LimoncelloCurd (Was oder wer eine Curd ist, das kann man hier erfahren). Und begleitend dazu gibt es einen Vin Santo.

Him-, Brom-, Blau- und Gojibeeren in einem leichten LimoncelloDressing
Das Dessert
Il dolce
Viva Toscana! Italienisch geht es am 16.4. weiter - da schmecken wir Goethes Italienreise hinterher, dazu gibt es Text und wirklich herausragende Weine. Letzte Chance nutzen und jetzt Plätze reservieren.

Freitag, 31. Juli 2015

Retroschmecktive - UrlaubsEsskapismus

Im AfterWorkDonnerstagsSupperClub von gestern ging es um Urlaub und der Ansatz war Urlaubserinnerungen, -stile und -gewohnheiten kulinarisch zu interpretieren und so den Anwesenden eine kleine vacationale Flucht aus der Arbeitswoche zu bieten: UrslaubsEsskapismus!

Danke, liebe Gäste, eine fröhliche Runde war das und mir wurde wahrlich sehr urlaubsstimmig.

Schauen wir doch mal nach, was es zu essen gab.

Als kleiner Gruß aus der Küche gab es einen CampariOrange in Form einer kleinen Tarte - diese ruhte auf einem Klecks Joghurt mit Balsamico und war gefüllt mit OrangenCurd (wie man eine ordentliche Curd herstellt findet sich beim einem Klick auf diesen Link) und CampariKaviar.

Beim CampariKaviar handelt es sich nicht um den Rogen der CampariForelle. Kaviar aus Pürees und Flüssigkeiten herzustellen ist ja so ein Gag der Molekularküche - hier mischt man 125 ml Campari mit 1,5 gr Alginat (ein pflanzliches Geliermittel ähnlich wie AgarAgar), zieht diese Mischung in eine Spritze auf und lässt daraus dicke Tropfen in eine Calciumchloridlösung tropfen - voila: selbsgebastelter Kaviar!
Der erste Gang: Wie beim Camping - Ravioli in Tomatensoße, lauwarm

Ein Klassiker bei jedem Festival und Campingurlaub. Ravioli in Tomatensoße aus der Dose. Am besten verkatert morgens zum Frühstück kalt direkt aus der Dose gelöffelt. Hapü!

Die Interpretation davon: Eine Ravioli aus tomatisiertem Teig, gefüllt mit einer Mischung aus Ricotta, Ruccola, getrockneten Tomaten und Weißbrot - auf einem sahnigen MandelSpinatBett mit einem leichten weißen Tomatenschaum und BaconCrumble (denn alles ist besser mit Bacon!).

Übrigens: Nudeln selber machen - sollte jeder mal versuchen. Sinnliche Sache, das - und lecker noch dazu - probiert mal dieses Rezept!

Ravioli in Tomatensoße 2.0
Wir süffeln dazu einen der Lieblingsurlaubsweine der Münchner: einen Lugana. Vom Tommasi.

Der zweite Gang: Malle²


Der zweite Gang teilt sich in zweimal Malle auf.

Malle1: Eine Reminiszenz an das siebzehnte Bundesland Mallorca und an die altgermanische Tradition des Eimersaufens. Und was säuft man so aus Eimern - richtig - Sangria! Die wird hier aber gelutscht, nämlich als sorbetiges Eis am Stil.

Malle1
Malle2: Ein maledivisch angehauchtes grünes SeafoodCurry mit Jakobsmuscheln, Scampi, BabyAuberginen, Minimais und Zuckererbsen - dazu KokosReis mit Nüssen.

Malle2
Der dritte Gang: Dann eben wieder doch wieder Toskana

Die Toskana ist ja so ein bisserl das Wiener Schnitzel des Urlaubmachens. Man wälzt erst stundenlang die Speisekarte, überlegt hin und her und fährt dann eben doch wieder in die Toskana. Ist aber ja auch schön, so ein Wiener Schnitzel. Da weiß man, was man hat und lecker ist es auch noch.

Unsere Toskana besteht aus einer mächtigen Bistecca Fiorentina, ein 1,6 Kilo schweres Porterhouse Steak, scharf angegrillt und dann über ein paar Stunden im Ofen auf eine Kerntemperatur von 60° gebracht. Dazu gib es ein geräuchertes BohnenPü mit Lardo, gebratene weiße Bohnen und ein AuberginenZucchiniMuffin - als beträufelt mit Trüffelbutter.

Phasen der Muffinisierung: hauchdünne AuperginenScheiben schneiden, bestreichen mit TomatenSauce, Belegen mit hauchdünnen Streifen von gelber Zucchini, Pfeffern und Salzen und mit PecorinoKäse belegen, einrollen ...
... in eine Muffinform geben, mit Olivenöl betröpfeln und mit Tomatensoße einreiben.
Wertvoll wie ein kleines Steak
und fertig - die Toskana!
Dazu kommt ins Glas ein Vino Nobile de Montepulciano von dem Traditionsweingut Avignonesi. Achja. Toskana!

Dessert: Strand und Sonnenmilch

Ziel war ein essbarer Strand ... und den gab es in Form einer Panna Cotta mit weißer Schoki, überzogen mit BlueCaracao. Der Sand vom Strand: geröstete Kokosflocken und Mandeln mit etwas braunem Zucker. Dazu: eine belgische Praline, ein süßes SüßkartoffelPü, gebrannte Sesammandeln. Und ein Schirmchen. Kein Strand ohne Schirmchen!

Strand
An den Strand darf man nicht ohne Sonnenmilch - ganz wichtig! Diese besteht aus Kokosmilch, weißem Pfirsichmus, MacadamiaSirup, Sahne und Milch. Mjam.

Mikshake zum Dessert
Und so neigte sich mit ein paar Digestifs der Abend dem Ende entgegen. Ein schöner Kurzurlaub!

Ich freue mich schon auf die nächsten Runden:

Am 12.08. die Premiere vom VegiWednesday - ein vegetarischer Abend mit einem DreigängeMenü.

Am 29.08 MEATINGRAUMs 1st Annual Rompin’ Stompin’ Southern Barn Dance and BBQ Festival - ein denkwürdiger Event, eine Südstaatenorgie mit komischer Wortkunst gemischt, WhiskySourMixKurs und jeder Menge BBQ. Yeeehaaaa! *indieLuftballer*